Der Sinkflug setzt sich fort. Die Aktien des US-Uhrenherstellers Fossil sind am 9. August um 24 Prozent eingebrochen. Grund ist eine Prognosesenkung und der Abgang des Finanzchefs. Damit haben die Titel seit Beginn des Jahres rund 55 Prozent verloren.


Hiobsbotschaft: Der Nettoverlust liegt im zweiten Quartal bei 344,7 Mill. USD, im entsprechenden Vorjahreszeitraum verzeichnete das Unternehmen noch einen Nettogewinn von 6 Mill. USD. Für das dritte Quartal erwartet Fossil einen Umsatzrückgang zwischen 14% und 8%.

Dies und der Abgang des Finanzchefs haben Anleger in Scharen flüchten lassen. Die Aktien brachen am 9. August an der New Yorker Wall Street um 24 Prozent auf 9,06 Dollar ein. Beim Ergebnis pro Aktie verfehlte Fossil die Erwartungen bereits zum dritten Mal, beim Umsatz lagen sie das fünfte Mal innerhalb der vergangenen acht Quartale daneben. Grund dafür: Am Abend zuvor hatte der Konzern seine Zahlen für das zweite Quartal veröffentlicht und hier die Umsatz- und Ergebniserwartungen verfehlt. Am am schwächsten war das Lederwaren-Geschäft mit einem Umsatzminus von 25%. Die Umsätze in der Schmuck-Sparte gingen um 22% zurück. Bei den Uhren lag das Umsatzminus bei 9%. Gegensteuern will man bei Fossil damit, dass man 300 neue Produkte mit Schwerpunkt Smart- und Hybrid-Watches auf den Markt bringt. Dennoch ist man im Rennen gegen Apple weit unterlegen. Außerdem will man weitere unprofitable eigene Stores schließen.

Für das Gesamtjahr rechnet die Geschäftsführung  anhand des aktuellen Ergebnisses mit einem Rückgang der Erlöse zwischen 4,5 und 8,5 Prozent. Allerdings war zuvor nur ein Minus von lediglich 1,5 bis 6,0 Prozent prognostiziert worden. Fossil-Gründer und CEO Executive Kosta Kartsotis sagte in einem Statement: "Wir operieren derzeit in einem unvorhersehbaren Handelsumfeld." Weiterer Grund für Pessimismus: Finanzchef Dennis Secor verlässtdas Unternehmen "aus persönlichen Gründen".