Wie geht der Fachhandel mit dem gestiegenen Goldpreis um?

Goldpreis Juweliere Fachhandel Fb

Wird 8 Karat zum Kassenschlager? © Schüler/ Schmuckland/ Malysiak

Der Goldpreis steigt stetig, ein Ende ist dabei nicht in Sicht, momentan befindet er sich gar auf einem Rekordhoch. Das heißt für viele Fachhändler, dass eine Neuausrichtung beziehungsweise eine neue Strategie im Verkaufsmodus bei Goldschmuck gefunden werden muss. Blickpunkt·Juwelier hat Gespräche mit Fachhändlern geführt, die sich dazu bereits Gedanken gemacht haben und bereit sind, ihre Expertise und Erfahrungen weiterzugeben. Starker Fokus liegt hierbei auf einer breiten Auswahl an unterschiedlichen Goldlegierungen.



Fokus Kundenbedürfnisse bei Juwelier Schüler aus Stendal

Stendal. Christian Schüler führt in fünfter Generation den Traditionsbetrieb in Stendal und beobachtet Veränderungen im Goldsegment. © Schüler

Im Jahr 2025 verfolgt Juwelier Schüler eine strategische Ausrichtung auf verschiedene Goldlegierungen, insbesondere 8, 14 und 18 Karat. Der Umsatz wird hauptsächlich durch 8ct Schmuck generiert, der sich als Kassenschlager etabliert hat. Schüler, der das Geschäft 2023 in der fünften Generation übernommen hat, beobachtet, dass Kunden im vergangenen Weihnachtsgeschäft zunehmend 8ct Schmuck als Geschenke bevorzugten, was teilweise auf den gestiegenen Goldpreis zurückzuführen ist. 14ct Schmuck wird häufig im vierstelligen Bereich angeboten und ist dadurch für viele Kunden weniger erschwinglich. Für 2025 plant Schüler, weiterhin in alle Goldlegierungen zu investieren, wobei der Fokus auf dem 8ct Segment liegt. Auch das 14ct Segment wird durch die Integration von Zirkonia an Bedeutung gewinnen. Schüler empfiehlt Juwelieren, die Bedürfnisse ihrer Kunden zu analysieren und ihre Produktpalette entsprechend anzupassen, um in einem sich wandelnden Markt erfolgreich zu bleiben.

Schmuckland setzt auf prominente Basisvitrinen

Basisvitrinen. Um eine attraktive Kombination aus Preis-Leistungs-Verhältnis zu gewährleisten, setzt Schmuckland auf prominente Basisvitrinen. © Schmuckland

Auch an Schmuckland in Fürstenfeldbruck ist der gestiegene Goldpreis nicht spurlos vorbeigegangen. Geschäftsführer Anselm Joerges setzt 2025 einen klaren Fokus auf Goldschmuck in den Legierungen 333 und 585. Dabei wird 8ct Schmuck besonders prominent in Basisvitrinen platziert, um eine attraktive Kombination aus Preis-Leistungs-Verhältnis und hoher Umschlagshäufigkeit zu gewährleisten. Besonders im Fokus steht bei Schmuckland aber auch, den aktuellen Bedürfnissen der Verbraucher gerecht zu werden. So empfiehlt es sich, ein breites Sortiment an unterschiedlichen Goldlegierungen und Designs anzubieten, um auch auf Modetrends reagieren zu können. Ein wichtiger Aspekt für den Erfolg 2025 wird ebenfalls die Stärkung der Kundenbindung sein. Dies kann durch Individualisierung und personalisierte Angebote erreicht werden. Schließlich sollten innovative Verkaufs- und Marketingkonzepte, wie maßgeschneiderte Magazine und eine starke Online-Präsenz, genutzt werden, um die Sichtbarkeit des Angebots zu erhöhen.

Vielfältige Goldauswahl steht bei Malysiak im Fokus

Familienbetrieb. Gemeinsam in eine neue Goldära. Familie Malysiak aus Bad Bergzabern setzt auf vielfältige Goldauswahl. © Juwelier Malysiak

Juwelier Malysiak setzt 2025 auf eine vielfältige Goldauswahl, die von 333- über 375- und 585- bis hin zu 750er Gold reicht. Laut Inhaber Bernd Malysiak ist besonders im ländlichen Raum der Verkauf von 8ct Goldschmuck, bei dem der Juwelier auch die höchsten Verkaufszahlen generiert, stark im Vormarsch. Dennoch wird ein Trend zu 14 Karat bemerkt, weshalb das Lager in dieser Legierung, insbesondere in Gelbgold, vergrößert wurde. Angesichts des steigenden Goldpreises, der laut Prognosen auch in Zukunft weiter ansteigen wird, bietet Juwelier Malysiak einen fairen Ankaufspreis für Altgold und Silber an. Die Umarbeitung von Familienschmuckstücken wird ebenfalls angeboten und bei der Verrechnung von Altgold im Rahmen eines Neukaufs gibt es einen höheren Ankaufspreis. Um den Kunden einen exzellenten Service zu bieten, schult Juwelier Malysiak seine Mitarbeiter und veranstaltet Kundenevents in Zusammenarbeit mit branchenfremden Kollegen vor Ort. Auch der Einstieg seiner Tochter, einer Goldschmiedemeisterin, bringt frische Impulse für 2025.

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