Vicenzaoro 2026 unterstreicht ihre Rolle als internationales Branchentreffen für Schmuck und Uhren mit Besuchern aus über 130 Ländern. © VO
Trotz volatiler Edelmetallpreise und globaler Unsicherheiten bleibt Vicenzaoro ein Fixpunkt der internationalen Schmuckbranche. Die Januar-Ausgabe 2026 zeigt eindrucksvoll, welche Märkte anziehen, wo neue Chancen entstehen und warum Technologie, Vintage und Handwerk wichtiger werden.
Mit einem Auslandsanteil von 60 Prozent bestätigt die Vicenzaoro Januar 2026 ihre Rolle als globales Branchendrehkreuz. Besucher aus rund 130 Ländern nutzten die Messe als Plattform für Einkauf, Austausch und strategische Orientierung. An der Spitze der internationalen Besucher standen die Vereinigten Staaten, gefolgt von Großbritannien, Indien und Deutschland. In einem Marktumfeld, das von Preisschwankungen und geopolitischen Spannungen geprägt ist, unterstreicht diese Beteiligung die Bedeutung physischer Treffpunkte für die Branche.
Die USA führen, Europa und Asien ziehen nach
Die Vereinigten Staaten erwiesen sich erneut als wichtigster Auslandsmarkt und machten rund sieben Prozent der internationalen Besucher aus. Gleichzeitig zeigte sich eine starke Dynamik in weiteren Schlüsselregionen. Indien und China verzeichneten deutliche Zuwächse, ebenso etablierte europäische Märkte wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland. Besonders bemerkenswert war zudem das Wachstum aus bislang kleineren Herkunftsländern wie Serbien, Litauen und Kasachstan, die gemeinsam ein Plus von rund 60 Prozent erreichten.

Die gesamte Wertschöpfungskette an einem Ort
Vicenzaoro positioniert sich bewusst als Messe der kompletten Lieferkette. Von Rohmaterialien über Technologie und Fertigung bis hin zu Design und Handel fanden Einkäufer und Anbieter ein geschlossenes Marktbild vor. Matteo Farsura von der Italian Exhibition Group betonte, dass der Fokus der Branche heute stärker auf Produktionsoptimierung liege, um steigende Materialkosten abzufedern und wettbewerbsfähig zu bleiben. Für Händler bedeutet das mehr Transparenz, neue Lösungen und ein besseres Verständnis der Kostenstruktur.
Technologie, Vintage und Design
Besondere Aufmerksamkeit galt erneut dem Technologiebereich T.Gold, der seine Position als führende Plattform für Schmucktechnik bestätigte. Effiziente Fertigungsprozesse und innovative Maschinen werden für viele Unternehmen zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Parallel dazu entwickelte sich VO Vintage zum Publikumsmagneten. Der wachsende Sekundärmarkt für Uhren und Schmuck spiegelt das steigende Interesse an Werthaltigkeit, Nachhaltigkeit und langlebigen Produkten wider. Mit den erstmals vergebenen VO Awards rückten zudem handwerkliche Qualität, Designkompetenz und der Einsatz neuer Materialien in den Fokus.

Wissen, Nachwuchs und Stadt
Vicenzaoro verstand sich auch 2026 nicht nur als Messe, sondern als Wissensplattform. Veranstaltungen wie der Golden Talk, an dem mehr als 650 Studierende teilnahmen, verdeutlichten den Stellenwert von Ausbildung und Nachwuchsförderung für die Branche. Begleitende Formate in der Stadt Vicenza stärkten zudem die Verbindung zwischen Messe, Wirtschaft und Öffentlichkeit.
Ausblick auf 2026
Die nächste Vicenzaoro Ausgabe findet vom 4. bis 8. September 2026 in einem modernisierten Messegelände statt, parallel dazu VO Vintage vom 4. bis 7. September. Weitere wichtige Stationen im Messekalender sind Oroarezzo im Mai, die Singapore International Jewellery Expo im Juli sowie die Jewellery Gem and Technology Dubai im Oktober.
Markenprofil
Vicenzaoro
Die größte Messe in Europa für Goldschmiedekunst, Schmuck und Uhren ist ein echtes Geschäftszentrum. VICENZAORO – DIE SCHMUCK-BOUTIQUE-MESSE bietet alles von hochwertigen Schmuckmarken bis hin zu unmarkierter Produktion, von Edelsteinen...
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