Nach fast zehn Jahren: Jens Adamik verlässt QLOCKTWO

Jens Adamik war Managing Partner © QLOCKTWO Manufacture GmbH in Schwäbisch Gmünd. QLOCKTWO

Bei QLOCKTWO beginnt ein neues Kapitel. Jens Adamik hat das Unternehmen nach fast zehn Jahren verlassen. Der langjährige CEO prägte die operative Entwicklung und Internationalisierung der Marke entscheidend mit. Nun kehrt Mitgründer und Gesellschafter Marco Biegert aktiv in die Geschäftsführung zurück und übernimmt wieder die CEO-Rolle. QLOCKTWO bleibt damit eigentümergeführt und unabhängig.



Der Wechsel kommt überraschend. Jens Adamik gehörte über viele Jahre zu den prägenden Führungspersönlichkeiten von QLOCKTWO. Nach Unternehmensangaben hat er die Entwicklung der Marke und des Unternehmens maßgeblich begleitet und verantwortet.

Adamik kam 2016 zu QLOCKTWO und übernahm später immer mehr operative Verantwortung. 2021 wurde er neben den Gründern Marco Biegert und Andreas Funk zum Geschäftsführer berufen. Zu seinen Zuständigkeiten gehörten unter anderem Produktion, Vertrieb und Kommunikation. Nun endet diese Phase.

MARCO BIEGERT KEHRT ALS CEO ZURÜCK

Mit dem Ausscheiden von Jens Adamik übernimmt Marco Biegert wieder eine aktive Führungsrolle im Unternehmen.

Biegert hatte sich in den vergangenen Jahren stärker auf seine Rolle als Gesellschafter konzentriert. Jetzt kehrt der Mitgründer in die operative Leitung zurück und soll als CEO die nächste Entwicklungsphase der Marke prägen.

Dass Biegert aktuell als Geschäftsführer eingetragen ist, zeigt auch das Impressum von QLOCKTWO. Für QLOCKTWO ist das ein klares Signal: Die Marke bleibt eng mit ihren Gründern verbunden und soll weiterhin unabhängig geführt werden.

ADAMIK PRÄGTE DIE INTERNATIONALISIERUNG

Jens Adamik war in den vergangenen Jahren besonders mit der internationalen Expansion verbunden. Unter seiner Führung baute QLOCKTWO unter anderem seine Präsenz in Nordamerika aus. Bereits 2021 belieferte das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 850 Handelspartner in mehr als 30 Ländern. Gleichzeitig entstanden eigene Vertriebsstrukturen in den USA und weitere Flagship-Galleries.

Auch Kooperationen über den klassischen Uhren- und Designhandel hinaus wurden in dieser Zeit vorangetrieben. Ein Beispiel ist die Integration der digitalen QLOCKTWO-Zeitanzeige in Fahrzeuge von BMW. 2024 beschäftigte das Unternehmen rund 65 Mitarbeitende und verfügte über Niederlassungen in mehreren Ländern sowie mehrere eigene Standorte in Deutschland.

ZURÜCK ZU DEN WURZELN?

Mit der Rückkehr von Marco Biegert in die operative Führung könnte QLOCKTWO nun wieder stärker von der direkten Handschrift eines Gründers geprägt werden.

Biegert entwickelte QLOCKTWO gemeinsam mit Andreas Funk aus einer künstlerischen Idee heraus. Das Grundprinzip ist bis heute unverändert: Die Zeit wird nicht über klassische Zeiger oder Ziffern dargestellt, sondern in Worten.

Aus dieser Idee entstand seit 2009 eine international etablierte Designmarke. QLOCKTWO versteht seine Produkte bewusst nicht nur als Uhren, sondern als Objekte angewandter Kunst.

Genau diese Verbindung aus Design, Manufaktur und Herkunft soll nach Unternehmensangaben auch künftig im Mittelpunkt stehen.

EIGENTÜMERGEFÜHRT UND UNABHÄNGIG

Strategisch ist der Wechsel deshalb auch eine Botschaft an Handel und Partner. QLOCKTWO betont, weiterhin eigentümergeführt und unabhängig zu bleiben. Im Fokus stehen außergewöhnliches Design, hohe Qualität sowie die enge Verbindung zur eigenen Manufaktur und zu den Wurzeln in Schwäbisch Gmünd.

Damit unterscheidet sich die Marke bewusst von vielen anderen Anbietern im Luxus- und Designsegment, die Teil größerer Konzerne sind.

WAS KOMMT NACH ADAMIK?

Offen bleibt, welche konkreten Veränderungen mit dem Führungswechsel verbunden sein werden. Jens Adamik hat QLOCKTWO über viele Jahre operativ begleitet und insbesondere Expansion, Vertrieb und Internationalisierung mitgeprägt. Marco Biegert wiederum steht wie kaum ein anderer für die ursprüngliche Produktidee und die gestalterische DNA der Marke.

Die entscheidende Frage lautet deshalb: Wird QLOCKTWO unter seinem Mitgründer stärker zu seinen kreativen Wurzeln zurückkehren oder beginnt jetzt die nächste Phase der internationalen Expansion?

Fest steht zunächst: Die Zeit läuft weiter. Nur die Führung dahinter verändert sich.

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