Tiffany und Bulgari ziehen: LVMHs Schmuckgeschäft bleibt stark

Schmuck und Uhren halten LVMH auf Kurs. © KI generiert

Während LVMH insgesamt nur moderat wächst, bleibt das Geschäft mit Schmuck und Uhren deutlich dynamischer. In den ersten neun Monaten 2026 legte die Sparte Watches & Jewelry organisch um 8 Prozent zu und erreichte 7,725 Milliarden Euro Umsatz. Vor allem Tiffany & Co., Bulgari und Chaumet setzen positive Akzente.



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LVMH zeigt erneut, wie unterschiedlich sich die einzelnen Luxuskategorien derzeit entwickeln. Während Mode und Lederwaren unter Druck stehen, bleibt das Schmuck- und Uhrensegment ein Wachstumstreiber des Konzerns.

In den ersten neun Monaten 2026 erwirtschaftete Watches & Jewelry einen Umsatz von 7,725 Milliarden Euro. Organisch entspricht das einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, nominal stiegen die Erlöse um 4 Prozent. Im dritten Quartal allein lag der Umsatz bei rund 2,5 Milliarden Euro, bei einem organischen Wachstum von 6 Prozent.

SCHMUCK ENTWICKELT SICH STÄRKER ALS DER KONZERN

Der Gesamtkonzern setzte in den ersten neun Monaten 57,148 Milliarden Euro um. Organisch entsprach das einem Plus von 2 Prozent, nominal einem Rückgang von 2 Prozent.

Besonders deutlich wird der Unterschied beim Blick auf Fashion & Leather Goods: Dort sank der Umsatz im dritten Quartal organisch um 5 Prozent. Schmuck und Uhren entwickelten sich damit klar besser als andere wichtige Konzernbereiche.

TIFFANY, BULGARI UND CHAUMET SETZEN IMPULSE

LVMH führt die positive Entwicklung vor allem auf das Schmuckgeschäft zurück.

Tiffany & Co. profitierte von der Weiterentwicklung zentraler Kollektionen wie HardWear, Knot und Sixteen Stone. Gleichzeitig modernisiert die Marke ihr Filialnetz und setzte mit der Blue-Book-Kollektion 2026 „Hidden Garden“ im High-Jewelry-Segment zusätzliche Akzente.

Auch Bulgari lieferte wichtige Impulse. Die neue High-Jewelry- und Prestigeuhren-Kollektion „Eclettica“ erzielte nach Konzernangaben Rekordumsätze. Chaumet wiederum konzentrierte sich auf den weiteren Ausbau seiner Kollektion „Bee de Chaumet“.

TAG HEUER NUTZT DIE FORMEL 1

Im Uhrensegment hob LVMH vor allem TAG Heuer hervor. Die Marke nutzt ihre starke Formel-1-Präsenz, unter anderem bei Grand-Prix-Veranstaltungen und als Titelpartner in Madrid, um ihre Positionierung im sportlichen Luxussegment weiter zu schärfen. Konkrete Umsatzzahlen für einzelne Marken oder eine separate Wachstumsrate nur für das Uhrengeschäft nennt LVMH allerdings nicht.

SCHMUCK BLEIBT DER STABILERE LUXUSBEREICH

Für den Fachhandel ist vor allem die relative Stärke des Schmucksegments interessant. Während sich die Nachfrage nach Mode und Lederwaren insbesondere in China schwächer entwickelte, sorgten die Schmuckmarken weiterhin für positive Impulse. Die USA, Europa und Japan zeigten laut LVMH gute Wachstumsraten, während China im dritten Quartal weniger dynamisch war.

Damit bestätigt sich ein Muster, das sich bereits in anderen Luxuskonzernen zeigt: Schmuck bleibt in einem anspruchsvollen Marktumfeld vergleichsweise robust.

Für Juweliere ist das ein starkes Signal: Emotionale Kaufanlässe, ikonische Kollektionen und hochwertige Markenwelten tragen weiterhin deutlich stärker als viele andere Luxussegmente.

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