Swatch Group: Hayek muss an der Börse Kritik einstecken

Der Börsenkurs der Swatch Group musste in den vergangenen Monaten Rückschläge hinnehmen. Die Kritik an der Unternehmensstrategie von Nick Hayek wächst.


Innerhalb eines Jahres haben die Aktien der Swatch Group nahezu ein Drittel ihres Wertes eingebüßt, meldet die Neue Zürcher Zeitung (NZZ). Im Vergleich mit dem im Juni vergangenen Jahres erreichten Höchstkurs betrage der Rückschlag sogar mehr als 45 %. Unternehmenschef Nick Hayek und seine Firmenstrategie geraten zusehends unter Beschuss. So seien der Swatch Group im Jahr 2018 300 Mio. Fr. an Umsatz verloren gegangen, weil der Konzern Probleme in der Produktion hatte. Kritisiert wird auch der Entscheid der Swatch Group, die Konkurrenten Richemont und LVMH ab 2020 nicht mehr mit Uhrwerken zu beliefern. Auch die zurückhaltende Digital-Strategie wird angeprangert. 

Hinzu kommt, dass der digitale Wandel und strukturelle Umwälzungen im Großhandel den Gruppenmarken im mittleren und unteren Preissegment – darunter Rado, Certina, Tissot und Swatch – zusetzen. Auch die Proteste in Hongkong belasten das ohnehin schon wegen des Handelsstreits zwischen China und den USA angeschlagene Geschäft. Darüber hinaus wirken sich die wirtschaftliche Abschwächung Chinas und der erstarkte Franken, der die Uhren-Exporte verteuert, aus (Quelle: nzz.ch).