Linda Breuning: „Gelbgold ist nach wie vor die dominierende Goldfarbe“ (Teil 1)

Im Gespräch mit Blickpunkt·Juwelier erklärt Geschäftsführerin Linda Breuning, warum Gelbgold weiterhin dominiert. © Breuning

Der hohe Goldpreis hat den Fachhandel zunächst verunsichert, doch inzwischen sieht Linda Breuning eine deutliche Entspannung. Die Geschäftsführerin von Breuning beobachtet wieder mehr Offenheit für neue Ware und sogar Schmucknachorders bereits im ersten Quartal. Im Gespräch mit Blickpunkt·Juwelier erklärt sie, warum Gelbgold weiterhin dominiert, 14 Karat für Breuning die wichtigste Legierung bleibt und der aktuelle Vintage-Trend dem Goldschmuck zusätzliche Impulse gibt.



BLICKPUNKT•JUWELIER: Frau Breuning, der hohe Goldpreis hat die Branche zuletzt stark beschäftigt. Wie erleben Sie die Situation aktuell?

Linda Breuning: Nach dem ersten Schock hat sich die Situation deutlich beruhigt. Als der Goldpreis so stark gestiegen ist, hat das viele im Fachhandel beschäftigt. Teilweise wurde zunächst versucht, ältere Lagerbestände abzubauen. Mittlerweile hat man sich an das neue Preisniveau gewöhnt. Mein Eindruck ist, dass der Handel wieder offener für neue Ware ist. Ob das so bleibt, werden wir sehen.

Die Geschäftsführerin von Breuning sieht Gelbgold weiter an der Spitze und beobachtet wieder mehr Offenheit des Handels für neue Ware.© Breuning

BPJ: Welche Goldfarbe ist derzeit besonders gefragt?

LB: Gelbgold ist nach wie vor die dominierende Goldfarbe. Für uns steht es für klassische Eleganz und eine hohe emotionale Wertigkeit. Gleichzeitig passt Gelbgold sehr gut zum aktuellen Vintage-Trend und verbindet Tradition mit Moderne. Silber entwickelt sich ebenfalls positiv, spricht aber stärker eine jüngere, modeorientierte Zielgruppe an. Gold ist emotionaler und wird stärker mit Hochzeit und Wertigkeit verbunden.

BPJ: Welche Rolle spielt dabei die Legierung?

LB: Wir bieten 9, 14 und 18 Karat an. Im deutschsprachigen Raum ist 14 Karat für Breuning aber weiterhin die dominierende Legierung. Das gilt über die verschiedenen Bereiche hinweg, also sowohl für Schmuck als auch für Verlobungsringe und Trauringe. Gerade bei leichten und filigranen Schmuckstücken können wir damit trotz des hohen Goldpreises ein interessantes Angebot machen.

BPJ: Funktioniert Goldschmuck trotz des hohen Preisniveaus weiterhin im Verkauf?

LB: Ja, und das hat mich selbst überrascht. Wir hatten bereits im ersten Quartal Nachorders bei Schmuck. Ich kann mich kaum daran erinnern, dass wir das in den vergangenen fünf Jahren nach Weihnachten in dieser Form erlebt haben. Besonders gut funktioniert unsere leichte, filigrane Linie. Mit unseren Schmuckabsätzen sind wir momentan zufrieden.

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