Abschied von einer prägenden Persönlichkeit. © ASKANIA
Die Carl Bamberg GmbH nimmt Abschied von Leonhard Robert Müller. Mit ihm verliert die deutsche Uhrenbranche einen Unternehmer, der den Wiederaufbau der Marke ASKANIA entscheidend geprägt und ihr ein klares Profil gegeben hat.
Rückkehr zu den Wurzeln einer Berliner Marke
Nach beruflichen Stationen in der Schweizer Uhrenindustrie und in Pforzheim entschied sich Leonhard Müller Anfang der 2000er Jahre bewusst für Berlin. Mit der Neugründung der Askania AG im Jahr 2004 führte er eine nahezu vergessene deutsche Traditionsmarke an ihren historischen Ursprung zurück und etablierte dort erneut eine Uhrenmanufaktur.
Uhren als Instrumente, nicht als Accessoires
Sein unternehmerischer Anspruch war klar definiert. ASKANIA sollte wieder für Präzision, Ablesbarkeit und handwerkliche Qualität stehen. Uhren verstand Leonhard Müller als verlässliche Zeitmesser und Arbeitsgeräte. Die mechanische Fertigung, der Einsatz ausgebildeter Uhrmacher und die Ausbildung eigener Fachkräfte waren für ihn zentrale Voraussetzungen verantwortungsvollen Unternehmertums.
Made in Berlin als Verpflichtung
Unter seiner Leitung wurden Produktion, Vertrieb und Markenauftritt konsequent weiterentwickelt, ohne den handwerklichen Kern aus dem Blick zu verlieren. Das Bekenntnis zu Made in Berlin war für ihn kein Marketingversprechen, sondern Ausdruck von Verantwortung gegenüber Herkunft, Handwerk und Qualität.

Der Mensch im Mittelpunkt
Ebenso prägend wie seine Vorstellung von Produktqualität war sein Führungsverständnis. Leonhard Müller dachte in Teams und in langfristigen Beziehungen. Erfolg verstand er als gemeinschaftliche Leistung, getragen von Verlässlichkeit, Engagement und gegenseitigem Respekt. Viele Weggefährten bezeichnete er selbst als Askanier und meinte damit eine gewachsene Verbundenheit über das Berufliche hinaus.
Verbindung von Uhrmacherei, Kultur und Geschichte
Über die Uhren hinaus verknüpfte er ASKANIA bewusst mit kulturellem Engagement. Mit dem Askania Award knüpfte er an die filmtechnische Geschichte des Unternehmens an und schuf einen Rahmen, in dem Unternehmertum, Handwerk und Kultur zusammengeführt wurden.
Ein Werk, das fortwirkt
Die letzten Jahre seines Wirkens waren von erheblichen wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Umso schmerzlicher ist es für alle, die ihm nahestanden, dass ihm nach dieser intensiven Zeit keine längere Phase der Ruhe vergönnt war. Viele hätten ihm von Herzen sorgenfreiere Jahre gewünscht. Leonhard Robert Müller hinterlässt ein unternehmerisches Werk und eine Haltung, die fortwirken. In der Marke ASKANIA ebenso wie bei jenen, die mit ihm arbeiten durften. (Quelle: ASKANIA)














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