In Karlsruhe wurde die Filiale grundlegend neu gestaltet und präsentiert sich mit klarer, einheitlicher Schmuckausrichtung. © CHRIST
Die Re-Openings in Viernheim und Karlsruhe zeigen, wie CHRIST sein Filialnetz gezielt weiterentwickelt: modernisierte Storekonzepte, stärkere Fokussierung auf Gold- und Diamantschmuck sowie eine klare Ausrichtung auf Beratung und Service. Die Beispiele verdeutlichen, wie bestehende Standorte durch Umbau, Sortimentssteuerung und neue Flächenlogik wirtschaftlich gestärkt werden können.
Viernheim: Fokussierung auf Schmuckkompetenz
Am 5. März 2026 hat CHRIST seinen modernisierten Store im Rhein-Neckar-Zentrum wiedereröffnet. Nach rund sechs Wochen Umbau präsentiert sich die Fläche in einem neuen Ladenbau, der insbesondere die Produktwelten Diamant und Gold stärker in den Mittelpunkt stellt. „Unsere Stores sind Orte, an denen Schmuck eine persönliche Bedeutung erhält“, erklärt CEO Gunnar Binder. „Gerade bei Themen wie Trauringen oder individuellen Anpassungen ist das persönliche Gespräch vor Ort für viele entscheidend.“
Das Sortiment reicht von Goldschmuck in 9 und 14 Karat über Diamant-, Farbstein- und Perlenschmuck bis hin zu Uhren ausgewählter Marken. Ergänzt wird das Angebot durch Services wie Gravuren, Reparaturen, Goldankauf und Trauringberatung. Auffällig ist die unmittelbare Marktwirkung: Bereits am ersten Tag zeigte sich eine starke Nachfrage im Segment 14 Karat Gold. Ein Signal dafür, dass werthaltige Materialien aktuell auf Kundenseite funktioniert, auch in Hinblick auf die schwankenden Edelmetallpreise.
Karlsruhe: Rückbau von Markenflächen, Ausbau der Eigenkompetenz
Auch in Karlsruhe wurde eine Filiale umfassend modernisiert. Der Standort hat für CHRIST eine besondere Bedeutung, da hier bereits 1997 eine der ersten Neueröffnungen stattfand. Im Zuge des Umbaus wurden bestehende Uhren Shop in Shop Flächen zurückgebaut. Stattdessen tritt die eigene Juwelierskompetenz stärker in den Vordergrund. Der Store präsentiert sich nun als einheitliche, klar geführte Fläche mit Fokus auf Schmuck. „Schon beim Betreten wird die geballte Juwelierskompetenz sichtbar“, heißt es aus dem Unternehmen. Das Feedback von Stammkunden und neuen Besuchern fiel entsprechend positiv aus.
Frequenz durch Relevanz statt Fläche
CHRIST investiert gezielt in bestehende Standorte und optimiert diese hinsichtlich Sortiment, Flächenkonzept und Beratung. Drei Aspekte werden dabei besonders deutlich: Die Bedeutung von Gold und Diamant nimmt weiter zu, sowohl im Sortiment als auch in der Flächeninszenierung. Eigenmarken und eigene Schmuckkompetenz rücken stärker in den Vordergrund, während klassische Markenflächen reduziert werden. Der Store wird als Beratungs- und Servicepunkt positioniert, insbesondere bei erklärungsintensiven Produkten wie Verlobungs- und Trauringen.
Die aktuellen Umbauten zeigen, dass Wachstum nicht ausschließlich über neue Flächen definiert wird. Vielmehr geht es darum, bestehende Standorte wirtschaftlich stärker zu machen. Die Kombination aus Sortimentsfokussierung, modernisiertem Ladenbau und Serviceangeboten zielt darauf ab, Frequenz, Abschlussquote und Durchschnittsbon zu steigern.














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