Basel will ab 2027 wieder Treffpunkt für Schmuck, Edelsteine, Uhren und Sourcing werden. © Wikipedia, MCH Group
Sieben Jahre nach dem Ende der Baselworld will Basel wieder eine internationale Rolle in der Uhren- und Schmuckbranche spielen. Die MCH Group und Informa Markets Asia haben die „Basilia Jewellery & Watch Fair“ vorgestellt. Ab April 2027 soll das neue Format mehr als 400 Aussteller aus den Bereichen Schmuck, Edelsteine und Uhren nach Basel bringen.
Die neue Messe versteht sich jedoch nicht als einfache Rückkehr der Baselworld. Roman Imgrüth, CEO von MCH Exhibitions & Events, machte bei der Präsentation deutlich, dass Basel nicht mehr der Ort sei, an dem Haute Joaillerie und Haute Horlogerie gemeinsam ihre große Bühne finden. Dieses Segment hat sich längst in Genf etabliert.

Nicht Luxusspitze, sondern breiter Markt
Genau darin liegt der neue Ansatz der Basilia. Während die großen Luxusmarken ihre Plattform gefunden haben, fehlt aus Sicht der Veranstalter vielen anderen Marktteilnehmern ein internationaler Treffpunkt. Gemeint sind Hersteller, Zulieferer, unabhängige Marken, Großhändler, Distributoren, Händler und Sourcing-Spezialisten.
Die Basilia soll deshalb kein nostalgischer Baselworld-Nachbau werden, sondern eine neue Plattform für den breiteren Markt. Der Fokus liegt auf Geschäftskontakten, Einkauf, Beschaffung und internationaler Vernetzung.
Starke Partnerschaft mit Informa Markets Asia
Eine zentrale Rolle spielt die Zusammenarbeit zwischen der MCH Group und Informa Markets Asia. Informa betreibt mit Formaten wie Jewellery & Gem WORLD Hong Kong eines der wichtigsten internationalen Netzwerke für Schmuck, Edelsteine und Sourcing.
Damit soll Basel künftig stärker als Brücke zwischen Asien, Europa und westlichen Märkten positioniert werden. Gerade im Schmuck- und Edelsteinbereich gewinnt das an Bedeutung, weil Lieferketten komplexer werden und Einkäufer verlässliche Partner suchen.
Eine Messe wie eine Stadt
Auch das Konzept der Basilia unterscheidet sich bewusst von klassischen Messeformaten. Der kreative Ansatz lautet: keine einheitliche Messehalle, sondern eine Art Stadt. Unterschiedliche Herkunftsländer, Produktwelten und Branchenbereiche sollen nicht vereinheitlicht, sondern sichtbar gemacht werden.
Geplant sind unter anderem Jewellery Neighbourhoods, Diamond & Gem Districts, Watch Valleys, ein Swiss District, European Districts und ein Tech Hub. Damit will Basilia weniger nach Ländern ordnen, sondern nach professionellen Gemeinschaften und Produktwelten.
Zugänglichkeit als wichtiger Punkt
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Leistbarkeit. Die Veranstalter wissen, dass hohe Messekosten viele Unternehmen von internationalen Formaten fernhalten. Basilia soll deshalb mit einer gemeinsamen Architektur, unterschiedlichen Standgrößen und einem einheitlichen visuellen Rahmen arbeiten.
Die erste Ausgabe soll mehr als 400 Aussteller umfassen. Geplant ist eine Aufteilung von rund 50 Prozent Schmuck, 25 Prozent Edelsteinen und 25 Prozent Uhren. Die Messe soll im Anschluss an die Fachbesuchertage der Watches and Wonders stattfinden, jedoch nicht gleichzeitig.
Zugänglichkeit als wichtiger Punkt
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Leistbarkeit. Die Veranstalter wissen, dass hohe Messekosten viele Unternehmen von internationalen Formaten fernhalten. Basilia soll deshalb mit einer gemeinsamen Architektur, unterschiedlichen Standgrößen und einem einheitlichen visuellen Rahmen arbeiten.
Die erste Ausgabe soll mehr als 400 Aussteller umfassen. Geplant ist eine Aufteilung von rund 50 Prozent Schmuck, 25 Prozent Edelsteinen und 25 Prozent Uhren. Die Messe soll im Anschluss an die Fachbesuchertage der Watches and Wonders stattfinden, jedoch nicht gleichzeitig.
Basel sucht eine neue Rolle
Für Basel ist die Basilia mehr als nur ein neues Messeformat. Die Stadt versucht, nach dem Ende der Baselworld wieder eine relevante Position in der internationalen Uhren- und Schmuckbranche einzunehmen. Der Anspruch ist allerdings ein anderer als früher: weniger Luxusshow, mehr Handelsplattform.
Ob dieser Neustart gelingt, wird davon abhängen, ob Aussteller und Einkäufer den Mehrwert erkennen. Die Idee ist ambitioniert, aber sie trifft einen realen Punkt: Nicht jede Marke gehört nach Genf. Und nicht jeder Händler sucht nur die großen Namen. Wenn Basilia diese Lücke glaubwürdig besetzt, könnte Basel tatsächlich wieder ein wichtiger Treffpunkt werden.
Was ist eure Meinung?
Hat die Basilia aus eurer Sicht das Potenzial, sich als neue feste Größe in der Branche zu etablieren – oder bleibt Genf auf absehbare Zeit das Maß aller Dinge?
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