Aus der Idee für ein nachhaltiges Schmucklabel entstanden zwei Unternehmen: mandana Jewellery und Nevermined..© Nevermined
Was als Idee für ein nachhaltiges Schmucklabel begann, entwickelte sich zu einem deutlich größeren Vorhaben: Statt Labordiamanten lediglich einzukaufen, entschied sich die Gründerin hinter mandana und Nevermined dafür, die Steine unter kontrollierten Bedingungen selbst in Deutschland wachsen zu lassen. Zum fünfjährigen Jubiläum blickt das Unternehmen auf die Anfänge einer Geschichte zurück, aus der schließlich zwei Unternehmen entstanden.
Vor fünf Jahren begann die Geschichte von mandana Jewellery und Nevermined mit einer zunächst vergleichsweise klaren Idee: Ein Schmucklabel sollte entstehen, das Nachhaltigkeit konsequent in den Mittelpunkt stellt.
Recyceltes Gold, verantwortungsvoll ausgewählte Materialien, faire europäische Handwerkskunst und Labordiamanten sollten die Grundlage bilden. Die Vorstellung von mandana als Schmuckmarke war bereits weit entwickelt. Doch ausgerechnet bei einem zentralen Bestandteil des Konzepts – den Diamanten – entstanden Fragen.
Lab-Grown Diamonds sind keine Diamantimitate. Sie besitzen dieselben wesentlichen chemischen und physikalischen Eigenschaften wie natürlich entstandene Diamanten. Für die geplante Schmuckmarke schien damit zunächst eine Lösung gefunden.
Doch die nähere Beschäftigung mit der damaligen Lieferkette führte zu einem Problem.
DIE HERKUNFT DER LABORDIAMANTEN
Bei der Suche nach geeigneten Lieferanten zeigte sich nach Angaben des Unternehmens, dass Herkunft, Produktionsbedingungen und eingesetzte Energiequellen bei Labordiamanten teilweise nur schwer nachvollziehbar waren.
Für eine Marke, die Verantwortung und Transparenz zu zentralen Bestandteilen ihrer Positionierung machen wollte, war das nicht ausreichend.
Genau an diesem Punkt fiel eine Entscheidung, die das gesamte Projekt verändern sollte: Die benötigten Labordiamanten sollten nicht einfach am internationalen Markt eingekauft werden. Stattdessen wollte man sie selbst herstellen – unter kontrollierten Bedingungen in Deutschland.
Damit wurde aus der ursprünglichen Idee eines nachhaltigen Schmucklabels ein wesentlich komplexeres unternehmerisches Vorhaben.
AUS EINER MARKE WURDEN ZWEI UNTERNEHMEN
Aus dem geplanten Schmuckunternehmen entstanden schließlich zwei eigenständige Gesellschaften: die Nevermined GmbH, die sich auf die Herstellung von Labordiamanten konzentriert, und mandana Jewellery, das daraus Schmuck entwickelt.
Die Gründerin beschreibt diese Entwicklung rückblickend mit einem augenzwinkernden Vergleich: Aus einem geplanten „Baby“ seien schließlich „zwei große Elefanten“ geworden.
2021 wurden beide Unternehmen offiziell gegründet. Bis zur größeren öffentlichen Sichtbarkeit sollte es allerdings noch rund zwei Jahre dauern.
Denn die Entscheidung, Diamanten selbst wachsen zu lassen, bedeutete zugleich, dass nicht lediglich eine Schmuckkollektion entwickelt werden musste. Parallel musste Kompetenz in einem technologisch anspruchsvollen Produktionsbereich aufgebaut werden.
„FROM SEED TO DIAMOND“
Passend zum fünfjährigen Jubiläum stellt Nevermined seine Entstehungsgeschichte unter das Motto „From Seed to Diamond“.
Der Begriff beschreibt dabei nicht nur den Prozess des Diamantwachstums. Er steht zugleich für die Unternehmensgeschichte selbst: Aus einer zunächst kleinen Idee entwickelte sich Schritt für Schritt ein Geschäftsmodell, das Schmuckdesign und Diamantproduktion miteinander verbindet.
Gerade diese Verbindung unterscheidet den Ansatz von einem klassischen Schmucklabel. Die Kontrolle über die Herkunft der Steine sollte nicht erst bei der Auswahl eines Lieferanten beginnen, sondern bereits beim eigentlichen Produktionsprozess.
Damit entstand aus der Suche nach Transparenz letztlich eine eigene Wertschöpfungsstruktur.

LAB-GROWN ALS TEIL EINER NEUEN WERTSCHÖPFUNG
Für die Schmuckbranche zeigt die Entstehungsgeschichte von Nevermined und mandana zugleich, wie stark sich die Diskussion rund um Lab-Grown Diamonds in den vergangenen Jahren weiterentwickelt hat.
Die entscheidenden Fragen drehen sich längst nicht mehr ausschließlich darum, ob ein Diamant im Labor oder in der Natur entstanden ist. Themen wie Herkunft, eingesetzte Energie, Produktionsbedingungen, Nachvollziehbarkeit und Markenpositionierung werden zunehmend Teil der Argumentation.
Gerade für den Fachhandel ist diese Entwicklung relevant. Denn mit wachsender Bekanntheit von Labordiamanten steigen auch die Anforderungen an die Beratung. Verbraucher wollen nicht nur wissen, wie sich Natur- und Labordiamanten unterscheiden, sondern zunehmend auch, wo ein Produkt herkommt und unter welchen Bedingungen es entstanden ist.
Nevermined hat diese Fragen bereits am Anfang seiner Unternehmensgeschichte zum Ausgangspunkt gemacht.
FÜNF JAHRE SPÄTER
Was vor fünf Jahren mit der Idee eines verantwortungsvoll aufgebauten Schmucklabels begann, entwickelte sich damit zu einem deutlich größeren Projekt.
mandana steht heute für die Schmuckseite der ursprünglichen Vision, Nevermined für den Aufbau einer eigenen Labordiamant-Produktion.
Rückblickend war es nach Darstellung der Gründerin kein bis ins Detail ausgearbeiteter Masterplan, der zu dieser Entwicklung führte. Vielmehr war es eine grundlegende Entscheidung: Wenn Transparenz und Verantwortung Teil des Markenversprechens sein sollen, müsse man auch bereit sein, die dafür notwendigen Strukturen selbst aufzubauen.
Aus einem „Seed“ wurden damit nicht nur Diamanten – sondern zwei Unternehmen.
Markenprofil
Nevermined
NEVERMINED Nevermined ist ein Synonym für nachhaltige lab-grown Diamanten „Made in Germany“. Im Nevermined Lab in Essen, wachsen seit 2021 jedes Jahr bereits über 245.000 Karat „Next Generation Diamonds“ höchster...
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