60 Millionen Stück jährlich: Pandora legt bei der Produktion massiv zu. © Pandora
Pandora baut seine Fertigung massiv aus: In Ho-Chi-Minh-Stadt hat der dänische Schmuckkonzern eine neue Produktionsstätte eröffnet, in die rund 150 Millionen US-Dollar investiert wurden. Bis zu 60 Millionen Schmuckstücke sollen dort jährlich entstehen. Für Pandora bedeutet der Standort einen Kapazitätssprung von 50 Prozent und zugleich die erste Produktion außerhalb Thailands.
Pandora setzt auf Wachstum und diversifiziert gleichzeitig seine Produktion. Die neue Anlage in Vietnam ist nach Unternehmensangaben die größte Produktionsstätte für Fine Jewellery weltweit und soll langfristig eine zentrale Rolle in der globalen Lieferkette spielen.
Der Standort umfasst rund 7,5 Hektar, was etwa zehn Fußballfeldern entspricht. Voll ausgelastet sollen dort bis zu 7.000 Arbeitsplätze entstehen. Pandora selbst verkaufte 2025 weltweit rund 112 Millionen Schmuckstücke.
60 MILLIONEN SCHMUCKSTÜCKE PRO JAHR
Die Produktionskapazität in Vietnam liegt bei bis zu 60 Millionen Schmuckstücken jährlich. Damit erhöht Pandora seine gesamte Fertigungskapazität um rund 50 Prozent.
Bislang konzentrierte sich die Produktion des Unternehmens über Jahrzehnte auf Thailand. Die neue Anlage in Ho-Chi-Minh-Stadt ist nun der erste Produktionsstandort außerhalb des Landes und insgesamt der vierte Fertigungsstandort von Pandora.
Für den Konzern geht es dabei nicht nur um zusätzliches Volumen. Der zweite Produktionsmarkt soll auch die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette erhöhen und Pandora mehr Flexibilität für weiteres Wachstum geben.
PLATINBESCHICHTETER SCHMUCK IM FOKUS
Die neue Fabrik soll künftig auch eine wichtige Rolle bei der Produktion von platinbeschichtetem Schmuck übernehmen.
Pandora will damit seine Materialstrategie breiter aufstellen und zugleich neue Möglichkeiten für Produktentwicklung und Design schaffen.
Für den Handel ist das insofern interessant, als der Konzern nicht nur zusätzliche Mengen produziert, sondern gleichzeitig an neuen Materialwelten und möglichen Sortimentserweiterungen arbeitet.

100 PROZENT RECYCELTES GOLD UND SILBER
Auch beim Thema Nachhaltigkeit setzt Pandora klare Vorgaben.
Die Anlage ist LEED Gold zertifiziert, wird vollständig mit erneuerbarem Strom betrieben und verarbeitet nach Unternehmensangaben ausschließlich 100 Prozent recyceltes Silber und Gold. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Energie- und Wassereffizienz umgesetzt.
Damit verbindet Pandora den Ausbau der Fertigungskapazität mit dem Anspruch, die Produktion ressourcenschonender aufzustellen.
KNOW-HOW AUS THAILAND WIRD ÜBERTRAGEN
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Ausbildung und Qualifizierung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen über eine eigene Pandora Crafting Academy geschult werden.
Dabei soll gezielt Wissen zwischen den bestehenden Teams in Thailand und den neuen Teams in Vietnam übertragen werden. So will Pandora die über Jahrzehnte aufgebaute Fertigungskompetenz sichern und gleichzeitig neues Know-how am Standort entwickeln.
SIGNAL FÜR WEITERES WACHSTUM
Die Eröffnung am 1. Oktober 2026 markiert für Pandora damit mehr als nur einen neuen Produktionsstandort.
Der Konzern schafft zusätzliche Kapazitäten, reduziert die Abhängigkeit von einem einzigen Fertigungsland und bereitet gleichzeitig neue Materialstrategien vor.
Für den Schmuckfachhandel ist vor allem die Größenordnung relevant: 60 Millionen zusätzliche Stücke pro Jahr zeigen, mit welchem Tempo Pandora weiteres internationales Wachstum vorbereitet.

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