Onlineanbieter setzen auf maximale Reichweite und digitale Präzision. Mit gezielter Werbung, Konfiguratoren und kurzen Lieferzeiten holen sie den Kunden schon bei der ersten Suche ab. Ihr Ziel ist klar: den Moment des Kaufs ins Netz zu verlagern bevor der Fachhandel überhaupt ins Spiel kommt. © BPJ
Onlineanbieter wie 123GOLD, Auronia und Verlobungsringe.de investieren gezielt in Marketing, Suchmaschinen und soziale Medien, um den Kunden früh im Entscheidungsprozess zu erreichen. Mit Tempo, Service und digitaler Präsenz setzen sie den Fachhandel unter Druck. Doch wer im Geschäft Emotion, Präsentation und Beratung zu einem Erlebnis verbindet, kann im Wettbewerb mit dem Netz bestehen und den Kunden nachhaltig binden.
Der Wettbewerb um den Verlobungsring hat sich längst in den digitalen Raum verlagert und er betrifft den stationären Fachhandel direkter als je zuvor. Plattformen wie 123GOLD, Auronia oder Verlobungsring.de sind nicht nur Onlineanbieter, sondern die stärksten Konkurrenten des stationären Juweliers. Sie investieren gezielt in Marketing, Suchmaschinen und soziale Medien, um Kunden abzufangen, bevor diese überhaupt ein Fachgeschäft betreten. Mit hohen Werbebudgets, dominanten Google-Rankings und professionellen Online-Konfiguratoren besetzen sie jene digitalen Kontaktpunkte, an denen früher der persönliche Juwelier gefragt war.
Diese Anbieter schaffen eine eigene Beratungswelt – digital, verfügbar und bequem. Individualisierbare Designs, flexible Lieferzeiten und großzügige Serviceversprechen erzeugen das Gefühl von Sicherheit und Professionalität. Tatsächlich aber ersetzen sie persönliche Expertise durch Algorithmen und Standardprozesse. Für den Fachhandel bedeutet das: Der Wettbewerb beginnt heute nicht mehr im Schaufenster, sondern auf der Suchergebnisseite.
Sichtbarkeit als Waffe
Onlineanbieter verstehen es, Bedürfnisse zu wecken und Vertrauen zu simulieren. Sie arbeiten mit Konfiguratoren, die dem Kunden das Gefühl geben, alles selbst gestalten zu können – vom Material bis zur Gravur. Rückgabefristen von bis zu 100 Tagen, kostenlose Größenänderungen und Expresslieferungen innerhalb weniger Tage verstärken die Illusion von Risikofreiheit. Diese Kombination aus Tempo, Transparenz und Komfort lässt viele Kunden glauben, online besser beraten zu sein. Für den Fachhandel ist das gefährlich: Der Kunde trifft seine Entscheidung oft, bevor er überhaupt im Geschäft war.
Ein weiterer Erfolgsfaktor liegt in der Informationsstrategie. Onlineanbieter positionieren sich als Ratgeber und liefern Inhalte zu Ringgrößen, Materialien, Diamantqualitäten und Trends. Wer bei Google nach „Was kostet ein Verlobungsring?“ sucht, landet fast immer zuerst bei ihnen. Sichtbarkeit durch Information wird so zum wichtigsten Wettbewerbsvorteil. Während der Fachhandel persönliche Nähe bietet, bieten sie digitale Dominanz – und erreichen damit die gleiche Zielgruppe, nur früher.
Schaufenster. Ein eigenes Verlobungsring-Schaufenster signalisiert sofort Kompetenz und Fokus. Klare Botschaften, ruhige Präsentation und emotionale Gestaltung holen den Kunden genau dort ab, wo die Online-Suche endet: im echten Moment des Erlebens. So wird das Schaufenster zur Bühne für den ersten Ring. // Sonderdeko. Sonderdekorationen verwandeln den Verkaufsraum in eine Bühne für Emotionen. Mit gezielten Farben, Licht und Materialien entsteht Atmosphäre, die den Moment des Antrags spürbar macht. Ob florale Akzente, saisonale Themen oder elegante Displays: eine durchdachte Präsentation zieht Blicke an und lässt den Verlobungsring im richtigen Umfeld wirken. © Google AI Studios
Der Moment der Wahrheit
Viele Kunden informieren sich online, kaufen aber stationär. Der Moment, in dem sie das Geschäft betreten, ist entscheidend. Sie kommen nicht unvorbereitet, sondern mit einem klaren Bild im Kopf – geprägt von Onlinebildern, Influencern und Konfiguratoren. Der Juwelier muss diese Vorarbeit kennen und aufgreifen. Wer das, was der Kunde im Internet gesehen hat, im Geschäft glaubwürdig fortsetzt, gewinnt Vertrauen zurück. Das stationäre Erlebnis beginnt heute dort, wo der digitale Prozess endet.
Wie der Juwelier online schlagen kann
Der stationäre Handel kann dieser digitalen Dominanz nur begegnen, wenn er selbst zum Erlebnis wird. Das beginnt bei der Präsentation im Geschäft. Ein Verlobungsring darf nicht im allgemeinen Sortiment untergehen. Er braucht eine eigene Bühne mit klarer, emotionaler Ansprache. Das Schaufenster spielt dabei eine Schlüsselrolle. Es sollte nicht nur Produkte zeigen, sondern Geschichten erzählen. Eine kleine Fläche, die ausschließlich Verlobungsringen gewidmet ist, vermittelt Kompetenz und Fokus. Auch im Geschäft selbst sollte der Kunde spüren, dass dieser Moment vorbereitet ist.
Der YES-DAY! von Blickpunkt·Juwelier bringt das Thema Verlobung gezielt auf die Verkaufsfläche. Mit gemeinsamen Aktionen, Social-Media-Kampagnen und umfangreichen Werbematerialien stärkt der Aktionstag die Sichtbarkeit des Fachhandels und schafft Aufmerksamkeit für den wichtigsten Ring des Lebens. // Angebote. Gezielte Angebote zum Thema Verlobung können Kaufimpulse setzen, ohne den Wert des Produkts zu mindern. Kombinierte Aktionen wie Gravurservice, Ringpflege oder kleine Zugaben schaffen Mehrwert und Vertrauen. Wichtig ist die Botschaft: Nicht der Rabatt zählt, sondern der besondere Moment, den der Juwelier mitgestaltet. © Google AI Studios
Sichtbarkeit mit System
Hier setzt das Programm „Verlobungsring-Experte”von Blickpunkt·Juwelier an. Als Verlobungsring-Experte können sie die große Kampagne YES-MONTH! und den YES-DAY! nutzen. Der Aktionstag hat sich 2025 als starkes Format etabliert und rückt das Thema Verlobung gezielt in den Mittelpunkt. Über 450 Fachhändler nutzten die Marketingmaterialien und setzten eigene Aktionen um – ein deutliches Signal für die Relevanz des Themas. Für 2026 wird der YES-DAY! konsequent weiterentwickelt. Im Fokus stehen Sichtbarkeit, Wiederholung und Reichweite – vor allem über Social Media. Ziel ist es, jene Juweliere zu stärken, die Kompetenz, lokale Präsenz und digitale Aktivität verbinden. Der YES-DAY! ist mehr als eine Kampagne: Er ist die Antwort des stationären Handels auf die digitale Konkurrenz.
Beziehung statt Klicks
Trotz der Reichweite der Onlineanbieter bleibt der Fachhandel das Rückgrat des Marktes. Laut Statista liegt der Anteil des Onlineverkaufs von Schmuck in Deutschland bei rund 13 Prozent, während mehr als zwei Drittel der Umsätze im Fachgeschäft erzielt werden. Der Wettbewerb ist offen – entscheidend ist, wer ihn mit Haltung führt. Genau darin liegt die Stärke des stationären Handels. Wenn der Kunde spürt, dass hier alles auf seinen Augenblick ausgerichtet ist, entsteht Bindung. Schaufensterinszenierungen, gezielte Angebote und persönliche Beratung sind die Werkzeuge, mit denen sich Juweliere behaupten können.











