Kommentar zur LVMH-Absage

Zur Baselworld-Absage der vier LVMH-Uhrenmarken kommentiert Ulrich Voß, Chefredakteur „Blickpunkt Juwelier“.


Dass dieser Schritt (hier) kommen würde, war klar. Die so sehr auf Image abzielenden LVMH-Group, immerhin ist es der weltgrößte Luxuskonzern mit Aushängeschild Louis Vuitton, musste nach dem Abgängen von Rolex und Patek Philippe ebenfalls die Reißleine ziehen. Dies ist verständlich, zumal ja ohne die beiden Großen im Raum steht, ob überhaupt die erhofften Kunden und Journalisten aus Übersee anreisen würden. Der Schritt der Absage war aus Sicht der LVMH-Verantwortlichen erwartbar. Nur nicht die Wortwahl. In der Pressemitteilung steht ein Satz, der dem Messe-Team das Blut in den Adern gefrieren lassen muss. „Es schien den Marken (…) klar zu sein, dass sie sich ebenfalls zurückziehen müssen, um ihr Image gegenüber und ihre Beziehungen zu den Kunden und den Medien zu bewahren.“ Dies ist harter Tobak. Man könnten den Satz auch interpretieren mit: Die Baselworld ist geschäftsschädigend.

Ob diese Formulierung auch aus juristischen Gründen gewählt wurde, ist möglich. Sie verdeutlicht aber zumindest, wie unzufrieden auch die LVMH-Marken mit den Messe-Verantwortlichen sind. Immer noch. Dies ist die eigentlich traurige Nachricht rund um die Baselworld. Es ist eben nicht besser geworden. Das Messe-Team rund um den motivierten Michel Loris-Melikoff hat es nicht geschafft, enger an die Aussteller heranzuwachsen.

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