
Ostern zur Bühne für neue Kundenerlebnisse machen. © Shutterstock.com
Der stationäre Einzelhandel darf sich zu Ostern 2025 auf 2,3 Milliarden Euro Umsatz freuen – ein erfreulicher Zuwachs von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch die Kauflaune konzentriert sich vor allem auf Lebensmittel, Spielwaren und Deko. Wie können Juweliere dennoch von diesem wichtigen Konsumanlass profitieren?
Feiertagsgeschäft mit Potenzial und Fokusverschiebung
Wie aus einer aktuellen, bevölkerungsrepräsentativen HDE-Umfrage hervorgeht, planen 41 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher, zu Ostern Geld auszugeben. Besonders gefragt: Lebensmittel (78 %), Spielwaren (54,9 %), Deko (53,4 %) und Blumen (49,5 %). Der durchschnittliche Osterwarenkorb liegt bei rund 40 Euro pro Kopf – kein Vergleich zu Weihnachten, aber dennoch der zweitwichtigste feiertagsbezogene Konsumanlass im Jahr.
Die Schattenseite aus Sicht des Uhren- und Schmuckhandels: Hochwertige Geschenke wie Schmuck oder Uhren werden im Rahmen des Osterfestes bislang nur selten aktiv nachgefragt. Umso wichtiger ist es, dass Juweliere diese Aufmerksamkeit bewusst für sich gewinnen – mit gezieltem Storytelling, Schaufensterinszenierung und smartem Marketing.

Wie Juweliere Ostern für sich nutzen können
1. Emotionale Geschenkideen statt klassischer Luxus:
Ostern steht für Familie, Wertschätzung und neue Anfänge – perfekte Themen, um emotionale Geschenkideen rund um Schmuck aufzugreifen. Kleine Goldanhänger, personalisierte Gravuren oder Schmuckstücke mit Symbolcharakter (z. B. Herzen, Lebensbäume, Initialen) treffen hier genau den Nerv der Zeit. Auch zarte Pastelltöne, Perlen oder farbige Edelsteine spiegeln Frühlingsstimmung wider und schaffen Kaufanreize im Einstiegssegment.
2. Sichtbarkeit im stationären Umfeld:
Gerade weil Ostereinkäufe häufig spontan in der Innenstadt oder im Shoppingcenter getätigt werden, ist die Schaufensterpräsentation entscheidend. Wer mit liebevoll dekorierten Displays, kreativen Oster-Visuals und einer klaren Geschenkbotschaft überzeugt, wird wahrgenommen – auch jenseits der Supermarktregale.
3. Cross-Selling und Kooperationen:
Blumen sind zu Ostern besonders beliebt – warum also nicht mit einem lokalen Floristen kooperieren? Eine gemeinsame Aktion wie „Schmuck trifft Blüte“ schafft nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch ein stimmiges Gesamtangebot. Auch die Kombination mit Gutscheinkarten oder kleinen Give-aways kann helfen, Osterkäufer ins Geschäft zu holen.
4. Ostern digital verlängern:
Auch wenn der stationäre Handel Ostern dominiert: Werbegestaltung über Social Media, Newsletter oder Website ist ein Muss – gerade, um jüngere Zielgruppen auf charmante Weise zu erreichen. Ein Beispiel: eine kleine Osterkampagne mit „Last-Minute-Geschenkideen“, Storytelling rund um Frühlingsgefühle oder die Vorstellung von Frühlingsneuheiten aus dem Sortiment.

Ostern ist mehr als nur Schokolade
Zwar dominieren Lebensmittel und Dekoartikel das Oster-Geschäft, doch mit cleverer Positionierung und emotionalem Marketing können auch Juweliere vom zweitgrößten saisonalen Konsumanlass profitieren. Denn: Wertschätzung hat viele Gesichter – und hochwertiger Schmuck bleibt ein Zeichen von besonderer Verbundenheit. Wer das versteht, wird Ostern zur Bühne für neue Kundenerlebnisse machen.
Keine Kommentare