Vor dem Urlaub: Umsatzpotenzial mit Uhrenservice

Ein Uhren-Service alle paar Jahre und der Zeitmesser übersteht den Badeurlaub unbeschadet.

Ist die Uhr noch wasserdicht? Vor allem die Besitzer höherwertiger Uhren schätzen es, wenn neue Dichtungen und eine Dichtheitsprüfung ihren Zeitmesser schützen.



Kunden wissen bereits: Es reicht nicht, wenn die Uhr bis 5 atm wasserdicht ist. Auch wenn dies dem Druck von 50 Meter Wassertiefe entspricht. Bestenfalls kurz duschen oder Hände waschen ist damit möglich. Um mit dem Zeitmesser ins Wasser gehen zu können, sollte bekanntlich schon eine 10 vor der Druckangabe stehen. Für eine Taucheruhr sollten es schon 20 atm sein.

Das wird den Kunden meist schon beim Kauf der Zeitmesser vermittelt. Allerdings gibt es mittlerweile in fast allen Preislagen Uhren, die mit 10 atm auch für eine Runde schwimmen ausgelegt sind. Und die Kunden nehmen dies – womöglich einst ein Kaufkriterium – als unumstößliche Tatsache hin. Etwa so, wie die Dioptrie-Angabe oder Tönung bei einer Brille. Die verändert sich bekanntlich auch nicht.

Allerdings sollte dem Kunden gerade vor dem Urlaub klar gemacht werden, dass es sich bei der Dichtheit der Uhr um eine Momentaufnahme handelt. Und, dass die Dichtungen der Uhr in regelmäßigen Abständen getauscht werden müssen, um wirklich dicht zu sein. Neben dem Tausch der Dichtungen sollte daher auch eine Dichtheitsprüfung durchgeführt werden. Wobei nicht nur Wasser für den Zeitmesser gefährlich werden kann. Ebenso gravierende Folgen kann auch feiner Sand haben, dringt er in das Gehäuse ein.

Vor allem Digital-Uhren reagieren empfindlich auf Nässe.

Kleine Schramme, großer Schaden

Wobei die Dichtheit nichts mit der Qualität der Uhr zu tun haben muss. Selbst bei hochpreisigen Modellen kommt man um dieses Service nicht herum. Allerdings spielt hier auch das Gehäusematerial eine wesentliche Rolle: Hochkarätige Goldgehäuse sind zum Beispiel eher für Schrammen und Kratzer anfällig. Daher können bereits kleine Schäden an der falschen Stelle für einen entsprechenden Schaden sorgen. Uhrgehäuse aus Edelstahl oder gar aus Titan bzw. Keramik erweisen sich dagegen als deutlich weniger anfällig.

Daher sollte man seine Kunden rechtzeitig darauf hinweisen, dass das Service für den Zeitmesser ansteht. Oder die Uhr besser nicht zum Segeltörn mitgenommen werden sollte. Als Alternative bietet sich eine kostengünstige, neue Uhr an. Diese sollte der Deutschen Industrie Norm (DIN) 2281  für normale Kleinuhren oder DIN 8306 für Taucheruhren entsprechen.

Die kompetente Beratung durch den Juwelier ist eine Win-Win-Situation. Denn der Kunde wird einerseits vor bösen Überraschungen bewahrt. Zum anderen tritt der Juwelier als kompetenter Servicepartner auf Augenhöhe auf. Ganz zu Schweigen von einer zusätzlichen Umsatzquelle.


Die Kosten für die Reparatur der Uhr können deutlich über jenen für das Service liegen.
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