v.l.n.r.: Vizepräsident Peter Pfäffle (Karl Scheufele), Vizepräsident Marcus Binder (Binder Metalle / Emil Kraus), Präsident Uwe Staib (Hermann Staib), Hauptgeschäftsführer Guido Grohmann, Referent Frank Michael Müller (Responsio) © BVSU
Auf der Mitgliederversammlung des Bundesverbands Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien standen Marktveränderungen, regulatorische Themen und internationale Entwicklungen im Mittelpunkt. Für Hersteller und Fachhandel bleiben fundierte Marktdaten und Austausch zentrale Faktoren.
Rückblick auf ein herausforderndes Branchenjahr
Der Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien (BVSU) hat seine Mitgliederversammlung 2026 in Pforzheim abgehalten. Mehr als 50 Mitglieder der Branche kamen im Panoramasaal der Sparkasse Pforzheim Calw zusammen, um über aktuelle Entwicklungen im Markt zu diskutieren. BVSU-Präsident Uwe Staib eröffnete die Veranstaltung und blickte gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Dr. Guido Grohmann auf das vergangene Jahr zurück. Grohmann bezeichnete 2025 als ein wirtschaftlich anspruchsvolles Jahr für die deutsche Schmuck-, Uhren- und Edelmetallindustrie.
Der Verband unterstützte seine Mitgliedsunternehmen insbesondere bei tarifpolitischen Fragen, regulatorischen Anforderungen sowie internationalen Handelsthemen. Dazu gehörten unter anderem Tarifverhandlungen in der Edelmetallindustrie, Exportzölle, internationale Sanktionen sowie Fragen der Kennzeichnung, des Verbraucherschutzes und der Nachhaltigkeitskommunikation.
Nachwuchsarbeit und internationale Vernetzung
Ein weiterer Schwerpunkt der Verbandsarbeit lag auf der Nachwuchsförderung. Mit der neu gegründeten „BVSU-Zukunftswerkstatt“ will der Verband junge Talente stärker in die Branche einbinden. Parallel engagiert sich der Verband weiterhin auf internationalen Fachmessen sowie in nationalen und internationalen Branchennetzwerken. Auch die Zusammenarbeit mit globalen Organisationen wie dem Weltschmuckverband CIBJO bleibt ein wichtiger Bestandteil der Verbandsarbeit.
Marktdaten als Grundlage für Entscheidungen
Ein zentraler Programmpunkt der Veranstaltung war der Vortrag von Frank-Michael Müller, Herausgeber der Branchenstudien „Schmuckmonitor“ und „Uhrenmonitor“. Unter dem Titel „Welt und Schmuckmarkt im Wandel: Chancen in unruhigen Zeiten“ analysierte Müller aktuelle Entwicklungen auf internationalen Märkten und gab Einblicke in das Konsumverhalten von Schmuck- und Uhrenkäufern. Seine Studien liefern regelmäßig Daten zu Nachfrageentwicklung, Zielgruppen und Markttrends und gelten innerhalb der Branche als wichtige Informationsquelle für Hersteller und Fachhandel.
Austausch der Branche
Beim anschließenden Get-Together nutzten Vertreter der deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie die Gelegenheit zum Austausch über Markttrends, wirtschaftliche Rahmenbedingungen und zukünftige Entwicklungen der Branche.
Der Bundesverband Schmuck, Uhren, Silberwaren und verwandte Industrien wurde 1947 in Pforzheim gegründet und vertritt heute mehr als 170 überwiegend mittelständische Unternehmen der Branche auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene.














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