Bernd Wolf: „Der hohe Silberpreis eröffnet neue Preisregionen“

Bernd Wolf Silberschmuck Silberpreis Interview

Steigende Silberpreise verändern Kalkulation, Design und Sortimentsstruktur. Wie BERND WOLF darauf reagiert und welche Schlüsse sich daraus für den Handel ziehen lassen. © BERND WOLF

Der anhaltend hohe Silberpreis stellt den deutschen Schmuckfachhandel vor neue kalkulatorische Herausforderungen. Gleichzeitig rücken zentrale Preislagen zwischen 100 und 500 Euro stärker in den Fokus. Im Interview mit Blickpunkt·Juwelier erklärt Bernd Wolf, wie goldplattierter Silberschmuck hilft, Wirtschaftlichkeit, Designanspruch und Verkaufsstärke im stationären Handel zu sichern.



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Steigende Rohstoffpreise stellen die Schmuckbranche seit Monaten vor Herausforderungen. Vor allem der Silberpreis hat ein Niveau erreicht, das frühere Kalkulationen zunehmend infrage stellt und Anpassungen auf Hersteller- wie auf Handelsseite erforderlich macht. Bewährte Designs, Materialeinsätze und Preislagen müssen neu bewertet werden. Gleichzeitig verändert sich die Wahrnehmung von Silber auf Konsumentenseite: Das Edelmetall wird heute deutlich wertiger eingeschätzt und eröffnet neue Chancen für hochwertig positionierte Silber- und goldplattierte Kollektionen. Für den stationären Fachhandel rücken insbesondere stabile Preislagen zwischen 100 und 500 Euro stärker in den Fokus, da sie als zentrale Umsatz- und Frequenzbringer gelten. Wie lassen sich diese Segmente unter veränderten Rohstoffkosten wirtschaftlich absichern? Welche Rolle spielen Materialkombinationen wie goldplattiertes Sterling Silber bei der Sortiments- und Preislagensteuerung? Im Gespräch mit Blickpunkt·Juwelier erläutert Bernd Wolf, mit welcher Strategie das Unternehmen die Kollektion 2026 entwickelt hat und welche Auswirkungen der hohe Silberpreis auf Design und Sortiment hat.

BLICKPUNKT·JUWELIER: Mit welcher Strategie präsentiert BERND WOLF seine Kollektion 2026 vor dem Hintergrund des steigenden Silberpreises und Goldpreises?

BERND WOLF: Bereits bei der Entwicklung der Kollektion 2026 haben wir bewusst auf Leichtigkeit und Unbeschwertheit im Design gesetzt und gleichzeitig großen Wert auf eine perfekte Haptik gelegt. Ziel war es, unsere zentrale Preislage mit Verkaufspreisen zwischen 100 und 500 Euro weiterhin optimal abzudecken. Dabei haben wir stets im Blick behalten, welche Preispunkte für unsere Handelspartner besonders relevant sind, und die Kollektion gezielt auf diese Bedürfnisse hin weiterentwickelt.

BPJ: Was waren besondere Herausforderungen bei der Kalkulation der Kollektion?

BERND WOLF: Eine besondere Herausforderung war die Neukalkulation erfolgreicher Schmuckstücke mit hohem Gewicht, die vor einigen Jahren entworfen wurden – zu einer Zeit, als der Silberpreis nur etwa ein Fünftel des heutigen Niveaus betrug. Mit den aktuellen Silberpreisen würden diese Stücke heute sehr teuer werden. Bei einer Reihe massiver Schmuckstücke haben wir uns daher bewusst entschieden, die Preise nicht oder nur moderat anzuheben und diese Modelle nur so lange im Sortiment zu führen, wie unser Lagerbestand reicht.

BPJ: Welche Vorteile sehen Sie im hohen Silberpreis?

BERND WOLF: Die permanente mediale Präsenz des Silberpreises führt dazu, dass Konsumentinnen und Konsumenten Silber heute als deutlich wertvolleres Edelmetall wahrnehmen. Das eröffnet neue Preisregionen für hochwertigen Silberschmuck und goldplattierten Silberschmuck, dies ermöglicht bei zahlreichen Designs problemlos höhere Bons für unsere Juweliere.

BPJ: Welche Rolle spielt goldplattierter Silberschmuck als eigenständiges Segment für BERND WOLF?

BERND WOLF: Seit mehr als 35 Jahren liegt unser Schwerpunkt auf „Pure Goldplated Sterling Silver“, weil wir überzeugt sind, hier die perfekte Materialkombination gefunden zu haben. Über 80 Prozent unseres Umsatzes erzielen wir mit diesem Sortiment. Ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal ist dabei die hohe Wiedererkennbarkeit unserer Kollektion: Die in aufwendiger Manufakturarbeit erzeugte, charakteristische gebürstete Oberflächenstruktur in Kombination mit reinem Gold verleiht jedem Schmuckstück eine unverwechselbare Handschrift. Diese Ästhetik ist eng mit der Marke BERND WOLF verbunden und wird von Kundinnen und Kunden sofort erkannt. Für viele Juweliere sind wir langjähriger und vertrauensvoller Partner geworden. Unser Schmuck steht für hochwertige Gestaltung, verlässliche Materialqualität und eine wettbewerbsfähige Preislage. Unsere goldplattierten Designs mit Silberkern sind eine langlebige, gut verträgliche Alternative zu massivem Gold – mit hohem Tragekomfort, Garantie und Lifetime Service.

Bernd Wolf Silberschmuck Bouquando
Rohstoff. Silberschmuck von BERND WOLF verbindet gestalterische Qualität mit materialeffizienten Konzepten und reagiert gezielt auf steigende Rohstoffkosten. © BERND WOLF

BPJ: Welche Gemeinsamkeiten verbinden BERND WOLF „Pure Goldplated Silver“ mit Massivgoldkollektionen aus 585 oder 750 Gold?

BERND WOLF: BERND WOLF „Pure Goldplated Silver“-Schmuck besteht aus exakt den gleichen Edelmetallen wie Gelb- und Weißgold in 750er Qualität. Ein entscheidender Vorteil bei BERND WOLF ist, dass die Haut ausschließlich mit reinem Gold in Berührung kommt und dadurch eine optimale Verträglichkeit, auch für empfindliche Haut, gewährleistet ist. Diese Erfahrung machen wir seit mehr als 35 Jahren in unseren eigenen Stores.

BPJ: Was sind die Zielgruppen für die goldplattierten Kollektionen von BERND WOLF?

BERND WOLF: Unter dem Leitgedanken „leistbarer Luxus“ verbinden unsere Kollektionen eine hochwertige, luxuriöse Anmutung mit hoher Erschwinglichkeit. Damit sprechen wir sowohl trendaffine Millennials und die Gen Z als auch qualitätsbewusste Kundinnen und Kunden aller Altersgruppen an. In unseren eigenen Stores erleben wir täglich, dass unsere Kollektionen Frauen vom Teenageralter bis zur Best Agerin begeistern. Es kommt regelmäßig vor, dass sich drei Generationen gleichzeitig für ein neues Lieblingsschmuckstück von BERND WOLF entscheiden.

BPJ: Welche Funktion übernehmen hochwertig goldplattierte Silberkollektionen bei der gezielten Steuerung von Preislagen im stationären Fachhandel und welche wirtschaftlichen Vorteile bieten sie?

BERND WOLF: Anspruchsvolle Designs aus massivem Gold in 585 oder 750 sind aufgrund der hohen Goldpreise heute häufig nur noch extrem minimalistisch umsetzbar. Gleichzeitig sind Preislagen zwischen 100 und 500 Euro für viele Juweliere Frequenzbringer und das wichtigste Segment im täglichen Geschäft. Goldplattierter Silberschmuck ermöglicht dem Handel dadurch tägliche Umsätze und hohe Wirtschaftlichkeit, eine klare Positionierung und eine starke optische Wirkung. Die magische Anziehungskraft von Goldschmuck bleibt unverändert. Hochwertig goldplattierter Silberschmuck mit reiner Goldoberfläche und einer klar wiedererkennbaren Gestaltung, wie der typischen gebürsteten BERND WOLF Struktur, vereint genau diese Wirkung mit wirtschaftlicher Attraktivität. Er ermöglicht hohe Drehzahlen, ein breites Kundenspektrum, viele Spontankäufe, eine starke visuelle Präsenz im Geschäft und gleichzeitig eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Bernd Wolf Silberschmuck Silberpreis
Alle Schmuckstücke der BERND WOLF Kollektion Magic Silber werden mit Liebe zum Detail von Hand mattiert. © BERND WOLF

So macht es Bernd Wolf!

Steigende Silberpreise verändern Kalkulation, Design und Sortimentsstruktur. Wie BERND WOLF darauf reagiert und welche Schlüsse sich daraus für den Handel ziehen lassen.


Steigende Silberpreise erfordern klare strategische Entscheidungen in Design, Kalkulation und Sortimentssteuerung. Wie BERND WOLF auf das veränderte Marktumfeld reagiert, zeigt ein Blick auf die Kollektion 2026. Im Fokus stehen wirtschaftlich tragfähige Preislagen, materialeffiziente Designs und eine klare Positionierung im stationären Fachhandel.

Design und Materialeinsatz neu gedacht

Der hohe Silberpreis beeinflusst Design und Konstruktion neuer Schmuckstücke maßgeblich. Für die Kollektion 2026 setzt BERND WOLF auf leichtere, filigranere Formen und optimierte Proportionen, um Material einzusparen, ohne Abstriche bei Haptik oder Wertigkeit zu machen. Die charakteristische gebürstete Oberfläche mit reiner Goldauflage bleibt als zentrales Wiedererkennungsmerkmal erhalten.

Bestehende, besonders schwere Modelle werden kritisch geprüft und teilweise nur solange angeboten, wie Lagerbestände vorhanden sind. So vermeidet das Unternehmen deutliche Preissprünge und schafft Planungssicherheit für den Handel, ohne das Profil der Kollektion zu verändern.

Stabile Preislagen als Umsatzbasis

Trotz steigender Rohstoffkosten bleibt die Preislage zwischen 100 und 500 Euro ein wichtiger Umsatztreiber im stationären Fachhandel. Goldplattierter Silberschmuck verbindet dabei die emotionale Wirkung von Gold mit wirtschaftlich kalkulierbaren Verkaufspreisen und sorgt für eine klare Positionierung. Zugleich wird Silber von Konsumentinnen und Konsumenten stärker als wertvolles Edelmetall wahrgenommen, was eine größere Akzeptanz für hochwertige Silber- und goldplattierte Kollektionen ermöglicht.

Wertkauf-Etikette als Zeichen für Wertekompetenz im Fachhandel

Mit der Wertkauf-Etikette schafft Blickpunkt·Juwelier ein Instrument, das den Wertegedanken konsequent in den Verkaufsraum überträgt. Ziel der Aktion ist es, Materialien wie Gold, Silber oder weitere wertrelevante Rohstoffe klar zu kennzeichnen und ihre Einordnung für den Endkunden nachvollziehbar zu machen. Die Etikette fungiert dabei nicht als Verkaufsargument, sondern als Orientierungshilfe. Sie unterstützt die Beratung, indem sie den Dialog über Material, Herkunft und Wert strukturiert begleitet.

Gerade in einem Umfeld steigender Preise und hoher Unsicherheit gewinnt diese Form der Transparenz an Bedeutung. Einheitliche Kennzeichnungen sorgen für Wiedererkennbarkeit und schaffen Vertrauen, weil Aussagen am Produkt sichtbar werden. Für den Fachhandel bietet die Wertkauf-Etikette die Möglichkeit, Kompetenz nicht nur im Gespräch zu vermitteln, sondern auch visuell zu unterstreichen. Werte werden damit erklärbar und vergleichbar, ohne sie zu vereinfachen.

Als Initiative von Blickpunkt·Juwelier ist die Wertkauf-Etikette bewusst auf langfristige Wirkung ausgelegt. Sie unterstützt Juweliere dabei, ihre Rolle als Wertevermittler klar zu positionieren und den Anspruch auf fachliche Einordnung konsequent umzusetzen. Damit schließt sich der Kreis vom Rohstoff über die Beratung bis hin zur sichtbaren Positionierung am Point of Sale und macht Werte im Fachhandel nachvollziehbar erlebbar.

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