Karstadt-Eigner Benko kauft jetzt Zeitungen

Die deutsche Funke Mediengruppe hat Teile der österreichischen „Kronen-Zeitung“ und des „Kurier“ an René Benko verkauft. Der Karstadt- und künftige Kaufhof-Chef will sein „starkes Know-how in der Digitalisierung traditioneller Geschäftsmodelle“ einbringen.

Der österreichische Multimilliardär René Benko baut seine unternehmerischen Aktivitäten aus. Der Immobilienunternehmer und Eigner der Warenhauskette Karstadt wird in seiner Heimat zum Zeitungsverleger. Seine Signa Holding übernimmt von der Essener Funke Mediengruppe einen Anteil an der WAZ Ausland Holding GmbH und hält damit je knapp 25 Prozent am Massenblatt „Kurier“ und der Tageszeitung „Krone“.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Wettbewerbsbehörde muss noch genehmigen. „Die Digitalisierung löst die Grenzen zwischen traditionellen Geschäftsmodellen auf“, sagt Benko laut „Handelsblatt“ zu seinem Motiv, künftig auch Medienunternehmer sein zu wollen. „Handel, Information und Unterhaltung, aber auch das Wohnen und die moderne Welt der Arbeit – diese Bereiche lassen sich schon heute nicht mehr trennen. Wir investieren deshalb strategisch in Geschäftsmodelle, die breite Konsumentenschichten mit außergewöhnlichen Produkten und Leistungen überzeugen.“ Neben den finanziellen Aspekten, beide Zeitungen gelten als profitabel, sehen Beobachter auch eine politische Komponente. Die „Kronen“-Zeitung gilt als politisch einflussreich und hat im Vergleich zur deutschen „Bild“-Zeitung sogar noch eine größere Marktdurchdringung.

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