Massimo Carraro, Präsident der Morellato Group, sieht den Fachhandel als zentraler Partner seiner Markenstrategie. © Morellato
Die Morellato Group übernimmt die Vertriebsaktivitäten der Fossil Group in Italien. Mit dem Schritt stärkt Morellato seine Position im Heimatmarkt und richtet den Vertrieb internationaler Marken gezielt auf den spezialisierten Fachhandel aus.
Neue Vertriebsstruktur für etablierte Marken
Künftig verantwortet Morellato den italienischen Vertrieb der Marken Fossil, Emporio Armani, Armani Exchange, Michael Kors und Diesel. Dafür wird eine eigenständige Vertriebsorganisation aufgebaut, die exklusiv auf den stationären Fachhandel ausgerichtet ist. Ziel ist es, Markenführung, Servicequalität und Vertriebsunterstützung enger zu verzahnen und den Handel langfristig zu stärken.
Fachhandel als strategischer Kern
Die Übernahme ist Ausdruck einer klaren Überzeugung innerhalb der Morellato Group. Präsident und CEO Massimo Carraro ordnet den Schritt eindeutig ein: „Wir glauben an die Branche, wir glauben an den spezialisierten Fachhandel, den historischen Dreh und Angelpunkt des italienischen Marktes. Er steht im Zentrum unserer Strategie, wegen des Know hows, das er repräsentiert, und seiner unersetzlichen Rolle bei der Aufwertung der Marken und in der Beziehung zum Verbraucher.“ Mit dieser Haltung positioniert sich Morellato bewusst gegen rein volumengetriebene Modelle und setzt auf Kompetenz, Beratung und Markenverständnis als wirtschaftliche Erfolgsfaktoren.
Ein Konzern mit breiter Markenbasis
Die Integration der Fossil Vertriebsaktivitäten fügt sich in den kontinuierlichen Wachstumspfad der Morellato Group ein. Das Unternehmen gilt heute als größter italienischer Schmuck und Uhrenkonzern und als weltweit führend im Segment der Uhrenarmbänder. Morellato betreibt rund 660 eigene Filialen, sechs E Commerce Plattformen und arbeitet mit mehr als 7.000 Wiederverkäufern zusammen.
Zum Eigenmarkenportfolio zählen Morellato, Sector No Limits, Philip Watch, Lucien Rochat, Oui&Me, La Petite Story, Chronostar und FAVS. Ergänzt wird das Portfolio durch Retailmarken wie Bluespirit, CHRIST, Brinckmann & Lange, Cleor, D'Amante und Noélie. Darüber hinaus führt die Gruppe Lizenzmarken wie Karl Lagerfeld, Maserati, Chiara Ferragni, Trussardi, Esprit, Jette und Guido Maria Kretschmer.
Für das Geschäftsjahr 2025 bis Ende Februar 2026 rechnet der Konzern mit einem Umsatz von rund 750 Millionen Euro und einer EBITDA Marge von über 20 Prozent. Rund 70 Prozent des Umsatzes werden außerhalb Italiens erzielt, mit starken Märkten in Deutschland und Frankreich sowie zunehmender Bedeutung des Nahen Ostens. (Quelle: Fashionnetwork)














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