Serie (5): Die 5 Urväter der Apple Watch

Ohne Errungenschaften wie Solar- oder Funktechnik würde es keine Smartwatches geben.

Ohne Errungenschaften wie Solar- oder Funktechnik würde es keine Smartwatches geben.

Ohne die technischen Errungenschaften der traditionellen Uhrenhersteller könnte es die Apple Watch nicht geben. Ohne Funk-, Solar- oder Rechenuhr gäbe es auch keine Smartwatches. Werfen wir einen Blick auf die Technologieväter, die U(h)rväter der Apple Watch.


1979: Citizen, Solaruhr
Mit der ersten Solaruhr hat Citizen den Grundstein für viele weitere Modelle gelegt, die durch Sonnen- oder Lichtenergie angetrieben werden. Durch die Nutzung von Energie, die nahezu von jeder verfügbaren Lichtquelle gewonnen werden kann, veränderte diese herausragende Innovation für immer die Art und Weise, mit welcher Uhren mit Strom versorgt werden können. Mit Hilfe der bei Citizen sogenannten Eco-Drive-Technologie konnte vollkommen auf Batterien verzichtet werden, was vor allem an Orten von Vorteil war, wo keine Batterien erhältlich waren. Auf dem US-amerikanischen Markt gibt es bereits eine Connected Watch, die mit Eco-Drive funktioniert. Bislang ist kein Start der „Citizen Riiiver“ auf dem europäischen Markt geplant.

1981: Casio, Rechenuhr
Bereits in den 1980er Jahren war man bei Casio der Ansicht, dass eine Uhr mehr können sollte, als die Zeit anzuzeigen. Deshalb wurde die Casio Rechenuhr mit integriertem, achtstelligem Rechner entwickelt. Damit konnte addiert, subtrahiert, multipliziert und dividiert werden. Das Motto dazu: ,,Zu jeder Zeit griffbereit. Ein ein­gebauter Taschenrechner für zahlreiche Einsätze im Alltag.” Schüler gehörten zu den besten Kunden dieser Uhr.

1983: Swatch, Accessoire-Uhr
Trend zur Zweit- und Mehruhr: Als 1983 die erste Swatch auf den Markt kam, war man sich vorerst noch uneinig, ob sich die bun­ten Plastikuhren zum Erfolg entwickeln werden oder nicht. Doch schon bald danach war klar: Swatch war der Vorreiter für den Trend zur Zweit- oder Mehruhr. Denn von nun an war es nicht mehr genug, eine Uhr zu besitzen – schließlich gab es ab jetzt für jedes Outfit und jede Farbe die passende Uhr. Und das zum Mitnahmepreis. Swatch gilt somit als Vorreiter in Sachen Trenduhren.

1990: Junghans, Funkuhr
Die nächste große Sensation kam 1990 aus dem Schwarzwald. Die Junghans-Ingenieure hatten die Funktechnologie so weit miniaturisiert, dass sie diese in eine Armbanduhr integrieren konnten. Die Junghans Mega 1 war damit weltweit die erste Funkarmbanduhr. Sie wurde in Zusammenarbeit mit Frog-Design entworfen und überzeugte neben ihrer fortschrittlichen Technologie auch durch ihr futuristisches Design.

2002: Microsoft, Smartwatch
Als Bitt Gates 2002 in Las Vegas seine neuesten Produkte vorstellte, ahnte er wohl nicht was er damit losgetreten hatte. Denn dort stellte er unter dem Decknamen „Spot“ (Smart Personal Object Technology) die erste Smartwatch vor. „Der Zauber der Software springt vom PC auf alle anderen Gräte über“, schwärmte er. „Die gesamte Architektur unserer Alltagsgegenstände – von der Armbanduhr über Fernsehen bis zum Auto – wird in den nächsten zehn Jahren durch Software und Vernetzung völlig umgeformt“, sagte er – und sollte recht behalten.

 

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Serie:
Game Changer: Die Apple Watch stellt die Uhrenwelt auf den Kopf. Mittlerweile verkauft der Tech-Konzern mehr Uhren als die gesamte Schweiz – gerade einmal fünf (!) Jahre nach Markteinführung. Wie kam es dazu? Und wie geht es weiter? Lesen Sie unsere Serie „Apple Watch – Chronologie eines Mega-Erfolgs“. Bisher sind folgende Beiträge erschienen:

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