
Zahlungstrend 2025: Karte vor Bargeld. © Shutterstock.com
Jahrzehntelang war Deutschland das Land der Barzahler – doch das ändert sich. Eine aktuelle Studie zeigt: Die Karte hat erstmals Bargeld als beliebtestes Zahlungsmittel abgelöst. Für Juweliere bedeutet das: Zeit für ein Umdenken bei Kasse, Kundenerlebnis und Kommunikation.
Verbraucher bevorzugen Karte, auch beim Einkauf im Laden
Die neuesten Zahlen der Branchenorganisation Payments Europe machen deutlich: Die Kartenzahlung hat in Deutschland die Nase vorn. 93 Prozent der Konsumenten haben im vergangenen Jahr mit Karte bezahlt – mehr als je zuvor. Zum Vergleich: Bargeld nutzten 88 Prozent. Besonders entscheidend für diesen Wandel sind laut Studie die einfache Handhabung, die höhere Sicherheit und die breite Akzeptanz der Karte – nicht nur im Supermarkt, sondern auch im stationären Einzelhandel.
Diese Entwicklung ist auch für den Fachhandel relevant: Wer sich als moderner, kundenorientierter Juwelier positionieren will, sollte das bevorzugte Zahlungsverhalten seiner Klientel ernst nehmen. Denn die Erwartungen an Komfort und Sicherheit am Point of Sale steigen – gerade bei hochpreisigen Produkten wie Schmuck oder Uhren.

Kartenzahlung bringt Umsatz und Effizienz
Auch für Händler selbst wird der Trend zur Karte zunehmend wirtschaftlich attraktiv. Aktuell entfallen laut Studie bereits 38 Prozent des Händlerumsatzes auf Kartenzahlungen – bei Bargeld sind es nur noch 35 Prozent. Die Prognose: In fünf Jahren soll der Anteil der Kartenzahlungen auf 42 Prozent steigen, während Bargeld auf 27 Prozent zurückfallen dürfte.
Interessant: 58 Prozent der befragten Händler berichten, dass sich die Kosten für Kartenzahlungen in den vergangenen Jahren spürbar reduziert haben. Fast 90 Prozent sehen heute mehr Vorteile als Nachteile – insbesondere durch die gesteigerte Effizienz im Zahlungsprozess und die niedrigere Fehlerquote. Hinzu kommt: Die Bandbreite an digitalen Bezahlarten wächst – vom kontaktlosen Zahlen mit Karte bis zum mobilen Bezahlen via Smartphone oder Smartwatch.
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