Bijou Brigitte spart Miete und schließt Läden

Bijou Brigitte machte 2018 weniger Gewinn.

Bijou Brigitte: Das Filialnetz wird weiter schrumpfen.

Bijou Brigitte hat im ersten Halbjahr 2020 mehr Läden geschlossen als eröffnet. Mit Vermietern wurden in der Corona-Krise die Miethöhen nachverhandelt.


Das internationale Filialnetz von Bijou Brigitte schrumpfte zwischen Ende 2019 und Juni 2020 von 1.042 auf 1.028 Läden. Acht Eröffnungen standen 22 Schließungen gegenüber. “Im Zuge der Straffung des Filialnetzes wurden die meisten Schließungen in Spanien vorgenommen, gefolgt von Deutschland”, schreibt Bijou Brigitte im Halbjahresbericht. Die von den Behörden verhängten temporären Ladenschließungen und auch nach den Wiedereröffnungen ausbleibenden Kunden haben zu einem Umsatzeinbruch von 44,5% auf 82,8 Mio. Euro geführt (Vorjahr: 149,3 Mio. Euro). Der Vorjahresgewinn (6,6 Mio. Euro) verwandelte sich in einen Verlust von 30,3 Mio. Euro vor Ertragssteuern.

In Deutschland lag der Umsatzrückgang bei 39,2% auf 44,5 Mio. Euro. Besonders schlimm erwischte es die Tourismusländer Spanien, Italien und Portugal mit Einbrüchen bis zu rund 60%. Bijou Brigitte steuerte mit Sparmaßnahmen dagegen. “Einsparungspotenziale wurden insbesondere im Bereich Personal und Miete durch die Inanspruchnahme von staatlichen Fördermitteln und die Verhandlung mit Vermietern genutzt”, steht im Halbjahresbericht. Hannah Höchst aus der Investor-Relations-Abteilung des Unternehmens erklärt: “Wir führen seit Beginn der Krise Gespräche mit allen Vermietern, viele von ihnen sind durch den Lockdown bzw. die Filialschließungen zu Zugeständnissen bereit.” (Quelle: iz-jobs.de).

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