60 Prozent der Händler bangen um das Weihnachtsgeschäft

Der HDE geht davon aus, dass sich wesentlich mehr Umsätze in den Online-Handel verlagern. (Credit: Igor Aleks / Shutterstock)

Viele Einzelhändler gehen mit bangen Erwartungen an das Weihnachtsgeschäft in die Adventszeit. Das zeigt eine Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE). 


Demnach geht mehr als die Hälfte der befragten 550 Handelsunternehmen in Deutschland für den Dezember von deutlich weniger Kunden und sinkenden Umsätzen aus. „Die Aussichten für das Weihnachtsgeschäft sind in diesem Corona-Jahr vor allem für viele innerstädtische Händler und dort insbesondere die Modehäuser beunruhigend schlecht. Am Ende könnten ganze Stadtzentren verloren gehen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.


Doch es trifft nicht alle Branchen gleich. Das Geschäft mit Haushaltswaren, Heimwerkerbedarf, Einrichtungsgegenständen und Lebensmitteln läuft für viele Händler derzeit zufriedenstellend, teilweise auch sehr gut. Und auch der Online-Handel profitiert und wird seine Umsätze in November und Dezember im Vergleich zum Vorjahr wohl um ein Drittel steigern können.

In der Woche vor dem ersten Advent verkauften sich insbesondere weihnachtliche Dekorationsartikel und Adventskalender gut. Insgesamt prognostiziert der HDE für die Monate November und Dezember ein Umsatzplus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entspricht knapp 104 Milliarden Euro. „Die Menschen kaufen auch in der Corona-Krise viele Weihnachtsgeschenke, sie kaufen sie aber öfter online als sonst“, so Genth. 

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