Corona-Krise trifft Weihnachtsgeschäft hart

Das Weihnachtsgeschäft 2020 ist stark von der Corona-Pandemie geprägt. (Credit: WindNight / Shutterstock.com)

Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel leidet auch in der Woche vor dem zweiten Advent stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie.


Bei einigen Händlern lief es zwar besser als in der Vorwoche, insgesamt sieht sich aber nach einer aktuellen HDE-Trend-Umfrage unter 500 Handelsunternehmen ein Drittel der Einzelhändler durch die Epidemie und ihre Auswirkungen in Existenznöten. „Die Lage ist nach wie vor insbesondere in den Innenstädten dramatisch. Viele Einzelhändler wissen nicht mehr, wie sie diese Krise angesichts der schrumpfenden Umsätze überstehen sollen. Das in normalen Jahren so umsatzstarke Weihnachtsgeschäft könnte 2020 für bis zu 50.000 Händler in die Insolvenz führen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. 


Insgesamt verliefen die Tage vor dem zweiten Advent etwas positiver als in der Vorwoche. Vor allem Händler aus weihnachtsaffinen Branchen wie Spielwaren, Einrichtung, Accessoires, aber auch Unterhaltungselektronik und Lebensmittel berichten von ansteigenden Besucherzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr bleibt der Kundenschwund allerdings deutlich. So spürt eine Mehrheit aller Handelsunternehmen deutliche Umsatz- und Frequenzrückgänge gegenüber der Weihnachtszeit 2019. 

„Es gibt derzeit wenig Hoffnung, dass das Weihnachtsgeschäft vor allem für die innerstädtischen Händler noch eine positive Wendung nehmen kann. Hier fällt bei vielen die mit Abstand umsatzstärkste Zeit weg. Insofern ist es jetzt wichtig, dass die Überbrückungshilfen auch im Einzelhandel ankommen. Ansonsten werden wir viele Insolvenzen erleben und damit große Lücken in den Innenstädten“, so Genth. Zudem sei es jetzt dringend notwendig, den Einzelhandel in den 1-A-Lagen von den hohen Mieten zu entlasten, indem der Gesetzgeber endlich klarstellt, dass diese Pandemie eine Störung der Geschäftsgrundlage darstellt und damit eine Mietreduzierung ermöglicht. Auch der von der Politik teilweise schon begonnene Weg der Förderung der Stadtzentren sei konsequent weiter zu beschreiten und ein Innenstadtfonds in Höhe von 500 Millionen Euro einzurichten.

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