Rolex Gebäude am Kölner Hauptbahnhof vor neuer Nutzung?

Rolex Gebäude Köln Hauptbahnhof Hotel Gastronomie geplant

Die zukünftige Nutzung des Rolex-Gebäudes wird derzeit im Austausch mit der Stadt Köln geprüft. © Shutterstock

Rolex könnte seinen bisherigen Standort am Kölner Hauptbahnhof künftig anders nutzen. Laut Unterlagen für den Gestaltungsbeirat der Stadt wird derzeit ein Umbau des Gebäudes mit Hotel und Gastronomie geprüft.



Neue Nutzung für den Standort am Dom

Rolex erwägt offenbar eine neue Nutzung für seine Immobilie an der Domprobst-Ketzer-Straße in Köln. Wie aus Unterlagen für die 21. Sitzung des Gestaltungsbeirats der Stadt Köln für den 17. März 2026 hervorgeht, wird für das Gebäude derzeit ein Konzept mit Hotel und Gastronomie geprüft. Bauherr bleibt die Rolex AG aus Genf, die Planung liegt bei der Centrum Group aus Düsseldorf. Ursprünglich war vorgesehen, dort weiterhin Werkstätten und Büroflächen von Rolex zu betreiben. Die aktuellen Planungen sehen jedoch einen Umbau des Bestandsgebäudes statt eines Neubaus vor. Auch ein sogenanntes Qualifizierungsverfahren für die Gestaltung der Fassade ist Teil des Projekts.

Sanierung statt Neubau

Der Standort direkt gegenüber dem Kölner Hauptbahnhof wird seit den 1980er Jahren von Rolex genutzt. Ein Abriss und kompletter Neubau des Gebäudes war zeitweise geplant, wurde jedoch Anfang 2026 verworfen. Stattdessen wird nun eine umfassende Sanierung geprüft. Rolex begründete diesen Schritt laut Medienberichten mit ökologischen und wirtschaftlichen Argumenten. Eine Sanierung sei nachhaltiger als ein Abriss mit anschließendem Neubau, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens gegenüber Medien. Parallel zieht Rolex derzeit schrittweise in die MesseCity Köln-Deutz um. Ob der Standort am Dom langfristig wieder von Rolex selbst genutzt wird, bleibt offen.

Die Entwicklung in Köln steht nicht isoliert. Rolex baut seine Immobilien- und Vertriebsstruktur weltweit aus. Dazu gehören Monobrand-Boutiquen in internationalen Metropolen sowie neue Standorte in wichtigen Märkten. In Deutschland zeigt sich diese Entwicklung etwa mit neuen Retailprojekten in Düsseldorf sowie weiteren Präsenzstrategien in großen Städten. Die Marke kontrolliert damit zunehmend stärker ihre Verkaufsflächen und das Markenerlebnis.

Visualisierung: Die geplante Sanierung sieht eine offenere Fassadengestaltung mit zusätzlichen Glasflächen vor. © Gestaltungsbeirat der Stadt Köln

Innenstadt im Wandel

Sollte das Gebäude am Kölner Hauptbahnhof künftig tatsächlich als Hotel- und Gastronomieprojekt umgesetzt werden, wäre dies auch ein Beispiel für die wirtschaftliche Neubewertung innerstädtischer Immobilien. Für die Uhrenbranche zeigt der Fall zugleich, wie große Marken ihre Standorte neu ordnen und Immobilien zunehmend als reine Vermögenswerte betrachten.

Quellen: Kölner Stadt-Anzeiger; t-online; Unterlagen zur 21. Sitzung des Gestaltungsbeirats der Stadt Köln, 17.03.2026.

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