Einzelhandel: Klimaschutz als Wettbewerbsvorteil

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Der Handelsverband Deutschland (HDE) erweitert sein Engagement im Klimaschutz. © Shutterstock

Der Handelsverband Deutschland (HDE) erweitert mit seinem neuen Weiterbildungsprojekt „HDE-Adapt” seine erfolgreiche Arbeit für mehr Klimaschutz im Einzelhandel. Handelsunternehmen sollen gezielt dabei unterstützt werden, sich gegen extreme Wetterereignisse zu wappnen und resilienter zu werden.



Hohe Temperaturen führen zu weniger Frequenzen in den Innenstädten und damit auch im Einzelhandel. Bei großer Hitze ist zudem mit steigenden Energiekosten zu rechnen, da eine stärkere Klimatisierung der Verkaufsflächen notwendig wird. Ein erhöhter Energieverbrauch wirkt kontraproduktiv zu den Energieeinsparbestrebungen und Klimaschutzkonzepten. Eine frühzeitige Anpassung des Warenangebots, bauliche Veränderungen wie Verschattung, Isolierung, umweltfreundliche Kühlung oder eine nach Klimagesichtspunkten geeignete Standortwahl wären daher geeignete Maßnahmen und können zudem auch Vorteile gegenüber Mitbewerbern bringen.

Handel startet weiteres Klima-Projekt

Aus diesem Grund stellt der Handelsverband Deutschland ein vielfältiges Workshop-Angebot sowie Informationsmaterialien zur Klimawandelanpassung zur Verfügung. Das Vorhaben zur Klimawandelanpassung des HDE hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Bis zum Jahresende 2024 werden fortlaufend Informationsmaterialien erstellt sowie Workshops und Seminare für Handelsunternehmen realisiert, um Einzelhändler für erzielbare Wettbewerbsvorteile zu sensibilisieren und dazu zu befähigen, Klimaanpassungspotenziale im gesamten Unternehmen – am eigenen Standort und in ihrer Lieferkette – zu bestimmen und auszuschöpfen.

Projektinformationen, Materialien zum Download und Veranstaltungstermine finden Sie hier.


Schmuckdesignerin Karina Brez in ihrem mobilen Juweliergeschäft. Gebaut wurde ihr Store von Movable Roots. ©RaphaelMacek/moveableroots

Paradebeispiel „The Jeweled Barn“

Bestes Beispiel für eine gelungene Umsetzung von Klimaschutz ist das Geschäft der Schmuckdesignerin Karina Brez. In ihrem Store „The Jeweled Barn“ vereint sie die Flexibilität eines beweglichen Verkaufsstandorts mit der Gemütlichkeit eines Tiny Houses. Die Mini-Häuser haben im Regelfall eine Größe von 15-45 Quadratmetern und sind platzsparend, umweltfreundlich und günstig. Mit ihrem mobilen Einzimmer-Juweliergeschäft reist die ambitionierte Unternehmerin auf Messen und Veranstaltungen und bringt ihre Schmuckstücke direkt zum Kunden

Beim Bau des Tiny-Houses wurde der Fokus auf die Nachhaltigkeit gelegt. So wird das gesamte Minihaus von Sonnenkollektoren auf dem Dach mit Strom versorgt. Kostengünstig und standodrtunabhängig.

Hierbei handelt es sich natürlich um ein durchaus außergewöhnliches Konzept –bei den Kunden kann die Unternehmerin aus Los Angeles auf jeden Fall punkten. Das Geschäft floriert.


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