Secondhand-Luxusuhren: Chinesischer Markt im Sinkflug

Rolex-Leuchtreklame in Hongkong. Der Luxuswaren-Markt in China befindet sich coronabedingt im Sinkflug. © Shutterstock

Rolex-Leuchtreklame in Hongkong. Der Luxuswaren-Markt in China befindet sich coronabedingt im Sinkflug. © Shutterstock

Die strikte Corona-Politik in China hat auch Auswirkungen auf den Luxusmarkt. Viele Chinesen verkaufen ihre Luxusware – das gilt auch für teure Secondhand-Uhren.



Im Zuge der strikten Coronapolitik der Kommunistischen Partei Chinas und der damit einhergehenden Wirtschaftssituation, versuchen viele Chinesen offenbar aktuell, zusätzliche finanzielle Ressourcen freizumachen, da die strikten und langangaltenden Lockdowns den Geldfluss behindern.

Laut einem Bericht der Handelszeitung verkaufen viele Chinesen aktuell ihre Rolex-Uhren und Hermès-Taschen. Dadurch stürzen die Preise für Luxusgüter in die Tiefe.

Diese Entwicklung betrifft auch den Secondhand-Markt. Wie die Financial Times berichtet, haben Luxus-Uhren und -Taschen hier zwischen 20 und 50 Prozent ihres Werts verloren.


Handtasche von Hermès: Auch bei dieser Luxusware sinken in China die Preise.
Handtasche von Hermès: Auch bei dieser Luxusware sinken in China die Preise.

Der Boom ist in China vorbei

 Laut dem Secondhand-Luxusuhren Portal Watcheco ist der Preis für eine Rolex Submariner 46 – immerhin eine der beliebtesten Uhren für Sammler – seit März um 46 Prozent im Preis gefallen.

Händler von Luxustaschen in Shanghai und Hangzhou berichten, die Preise für den Handtaschen-Klassiker Hermès Birkin um ein Fünftel gesenkt zu haben.

Auch Pfandhäuser und andere Secondhand-Händler von Luxusgütern erleben gerade stark angestiegene Kundenzahlen. Darunter Geschäftsinhaber in Not aufgrund von Bargeldmangel und Schulden.

Dass der Boom im Luxusgeschäft vorbei ist, bemerkt auch James Wang, ein Verkäufer von verkauften Luxusuhren, der sich gegenüber der „Financial Times“ äußerte. Laut eigenen Aussagen hat der Händler aus Nanjing, im Osten Chinas, im Juli sechs Patek-Philippe-Uhren und 29 Rolex-Submariner-Uhren erworben von Privatpersonen, die diese aus der Not heraus verkaufen mussten. Im ersten Quartal kaufte Wang hingegen keine einzige Patek-Philippe-Uhr ab und nur fünf Rolex Submariner.

Dass man eine Patek-Philippe-Uhr besitzt, um sie an die nächste Generation weiterzugeben, sei nun nicht mehr der Fall.

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